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Traditions-Anlage an der Schließ
Minigolfplatz soll bis Mai fertig sein

 Das DRK ist eifrig dabei, den Minigolfplatz an der Schließ auf Vordermann zu bringen.
Das DRK ist eifrig dabei, den Minigolfplatz an der Schließ auf Vordermann zu bringen. FOTO: DRK
Zweibrücken. Die Anlage soll als Inklusionsbetrieb ähnlich dem „Bummelzug“ am Bahnhof betrieben werden. Von Monja Stock

Im Februar hat die Sanierung der Minigolfanlage an der Schließ begonnen, die in Zukunft vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben wird (wir berichteten). Inzwischen sind die Arbeiten vorangeschritten und das DRK arbeitet an den Feinheiten der Konzeption. Die Anlage soll zum Inklusionsbetrieb werden und barrierefreien Freizeitspaß ermöglichen.

Hans Prager, Leiter der Abteilung Sozialer Service beim DRK, schildert den aktuellen Stand der Arbeiten. Das Gelände sei mittlerweile gründlich ausgeputzt. Zahlreiche abgestorbene Bäume seien gefällt worden, ebenso wie die große Tanne, die beim letzten Sturm in irreparable Schieflage geraten ist. „Wir hätten sie gerne behalten“, bedauert Prager, „aber für jeden gefällten Baum werden neue gepflanzt“. Die neue Bepflanzung soll Schatten spenden und die Anlage optisch aufwerten, so dass Besucher gerne verweilen. „Das soll eine Freizeitanlage werden, wo man sich richtig wohlfühlen kann“ betont Prager.

Die 18 Minigolfbahnen würden nun komplett erneuert werden, statt nur – wie ursprünglich geplant – ausgebessert. „Das macht nur wenige Hundert Euro Differenz aus im Vergleich zur Renovierung“, berichtet der DRK-Mitarbeiter. Das Gesamtbudget der Sanierung wurde auf etwa 40 000 Euro festgesetzt.



Besonderes Augenmerk legt das Deutsche Rote Kreuz auf die Barrierefreiheit des Minigolfplatzes. Alles werde so gestaltet, dass auch Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer den Platz nutzen können, führt Hans Prager weiter aus. Ein spezieller Rasenbelag werde dazu verwendet.

Ist die Anlage fertiggestellt, soll sie als Inklusionsbetrieb geführt werden, ähnlich dem Bahnhofskiosk „Bummelzug“, den das DRK Südwestpfalz seit November in Zusammenarbeit mit Gebäudeinhaber Gewobau betreibt.

Das Nachhaltigkeitsprojekt „BioTopia“, soll ebenso einen Platz auf dem Gelände an der Schließ finden. Zudem sei nun entschieden, wie es mit dem Bootsverleih gegenüber der Minigolfanlage weitergehen soll, erzählt Hans Prager. Dieser werde in Zukunft auch vom DRK betreut, sodass die gesamte Freizeitanlage als eigenständiger Betrieb funktioniert.

Der Zeitplan der Sanierung sieht vor, dass bis zum Mai alles fertig ist. Die Inbetriebnahme der Anlage könnte so zeitgleich mit der Eröffnung des benachbarten Biergartens erfolgen. Je nachdem, wie es in den nächsten Wochen mit der Corona-Krise weitergeht, könnte sich das Ganze natürlich auch nach hinten verschieben.