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MGV Rimschweiler
Summen, schunkeln und genießen

 Das Sommerfest des MGV Rimschweiler mit Gastchören war gut besucht.
Das Sommerfest des MGV Rimschweiler mit Gastchören war gut besucht. FOTO: Cordula von Waldow
Rimschweiler. Das traditionelle Sommerfest des MGV Rimschweiler versammelte am Sonntag und Montagabend mehr als 600 Besucher auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins. Drei Chöre boten ein vielfältiges, abwechslungsreiches Programm. Von Cordula von Waldow

Immer mehr Menschen strömten am Sonntagmittag auf das idyllisch gelegene Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Rimschweiler. Von weitem bereits klangen vielfach vertraute Melodien. Wie in jedem Jahr, hatte der Männer-Gesangsverein MGV Rimschweiler zu seinem traditionellen Sommerfest eingeladen. Gemeinsam mit dem gemischten Chor Eintracht Brenschelbach und dem Männer-Gesangsverein Peppenkum unterhielten die Gastgeber ihr interessiertes Publikum.

„Früher habe ich auch mitgesungen. Jetzt fehle ich auf keinem Festchen“, erklärt Margarete Wirth als Stammgast. Die 74-jährige Rimschweilerin freut sich, zahlreiche Freunde und Bekannte zu treffen, die sie oft lange nicht gesehen hat. Ehemann Wilhelm ist als Organisator währenddessen unterwegs, überall nach dem Rechten zu schauen. Am Sonntagmittag waren die rund 250 Sitzplätze im mehrfachen Wechsel voll besetzt. Pfälzische Hausmannskost von Rollbraten über Leberknödel bis hin zu Kartoffelklößen mit Specksoße und Sauerkraut erfreuten die Gäste neben den chorischen Darbietungen. Vorwiegend deutsches Liedgut der klassischen Männer-Gesangsvereins-Literatur vom bekannten „Heimatlied“ bis hin zu Seemanns-Shantys ließ viele Besucher mitsummen oder schunkeln. Die Gastgeber selbst, deren MGV Rimschweiler 1951 gegründet wurde und jetzt noch rund 25 Sänger vereint, erfreuten unter Leitung von Peter Schmidt ihr Publikum mit anspruchsvollen Liedern, wie etwa „Der Jäger Abschied“ von Mendelssohn-Bartholdy oder dem rheinischen Fuhrmannslied. Ihre Trinklieder wie „Der neue Jahrgang“ oder „Pfälzer Weinknorz“ im zweiten Teil nach der Mittagspause sorgten für, wenn möglich, noch bessere Stimmung.

Matthias Fernau, Dirigent des gemischte Chors Eintracht Brenschelbach, hatte für den freundschaftlichen Sängerwettstreit moderne, fröhliche Lieder zeitgenössischer Komponisten ausgewählt. Im kommenden Jahr feiert der Chor sein 100-jähriges Bestehen.



Flott und schmissig, begeisterten die Peppenkumer Sänger mit Chorleiter Axel Müller in ihren türkis-wasserfarbenen Poloshirts mit internationalen Liedern. So entführte das Vodka-Lied „Koskenkorva“ nach Finnland, das Berglied Maria Lassu nach Italien, andere Titel in den Orient. Als Zugabe sangen sie mit den Gastgebern zusammen den allseits beliebten Bajazzo.