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Messungen an der Mülldeponie: Lob und Tadel von der BI

Zweibrücken. Die Bürgerinitiative (BI) Mörsbach sieht auch nach den jüngst veröffentlichten Messergebnissen im Umfeld der Deponie Rechenbachtal (wir berichteten) noch Luft nach oben. "Die Schadstoffbelastung in Mörsbach ist nicht null! red

", schreibt die BI in einer Stellungnahme. "Wenn am Kindergarten 35 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen wurden und wenn bei häufiger gemessenen 50 Mikrogramm Maßnahmen ergriffen werden müssen, dann sind das keine Werte, nach denen man unbedenklich weitere Belastungen hinzufügen könnte", heißt es weiter. Insbesondere die geplante Verarbeitung gefährlicher Stäube könne da wohl "nicht in Betracht kommen". Auf der anderen Seite lobt die BI die Anstrengungen des Umwelt- und Servicebetriebes Zweibrücken (UBZ). Die Mörsbacher hätten in den letzten Monaten sehr wohl registriert, dass auf der Deponie und auf der Zufahrtsstraße "erheblich häufiger und intensiver gewässert wurde als etwa vor drei Jahren, als die Staubbelastungen schier unerträglich waren". Die BI erkennt die diesbezüglichen Bemühungen des UBZ ausdrücklich an. Dennoch bezweifelt sie, "dass diese Maßnahmen auch ohne die massiven Proteste aus Mörsbach durchgeführt worden wären". Zugleich fordert die BI den UBZ auf, "diese Anstrengungen auch nach Ende des Messzeitraumes in mindestens gleicher Intensität fortzuführen".