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Stadtmuseum
Mein Stückchen Zweibrücken

Das Stadtmuseum Zweibrücken im Petrihaus.
Das Stadtmuseum Zweibrücken im Petrihaus. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Förderverein Stadtmuseum plant zu seinem 25-jährigen Bestehen eine besondere Ausstellung und ruft Bürger zu Leihgaben historisch interessanter Objekte auf.

Die Brosche, die die Uroma als Blumenmädchen 1914 bei der Einweihung des Rosengartens geschenkt bekam. Oder die Weste, die die Mutter aus der zerschlissenen Uniformjacke des Vaters schneiderte. Oder das 100 Jahre alte silberne Mokkakännchen von einem Zweibrücker Goldschmied. Oder das in einem Zweibrücker Betrieb gefertigte Meisterstück des Onkels aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

Solche Raritäten, die einen Bezug zur Stadt haben, sucht der Förderverein Stadtmuseum für eine Ausstellung im Museum. „Wie die Ausstellung am Ende aussieht, ist noch offen“, erläutert der Vorsitzende des Fördervereins Stadtmuseum Zweibrücken, Hans Peter Philipp, das Projekt. Bis 1. Juli können die Leihgaben im Stadtarchiv, Herzogstraße 13, abgegeben werden. Montag bis Freitag neun bis zwölf Uhr, donnerstags auch 14 bis 16 Uhr.

Dabei möchte der Förderverein vorab schon wissen, um welche Rarität es sich handelt und die Geschichte dazu. Eine Informationsbroschüre liegt ab Mitte März im Museum, im Rathaus und im Behördenzentrum Maxstraße aus. „Dann sind noch Gespräche mit den Leihgebern zu führen. Das kann schwierig werden.“ Bei der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg hat die Museumsleitung Erfahrung gesammelt. Es gebe Objekte, die seien für den Ausleiher ganz wichtig. Aber für die geplante Ausstellung doch nicht geeignet. „Da verlasen wir uns auch auf die Einschätzung der Museumsleiterin Charlotte Glück.“ Es soll museumsreifes zur wechselhaften Stadtgeschichte gezeigt werden.



Wenn genügend Exponate zusammen kommen, werden diese in einem Raum des Stadtmuseums  ausgestellt. Wenn es weniger seien sollten, dann könnten die Stücke in einer eigenen Vitrine als Zusatz in der dann laufenden Ausstellung gezeigt werden. Unabhängig vom genauen Aussehen ist die Eröffnung der Ausstellung für Sonntag, 21. Oktober, geplant. Während der Zeit laufen im Stadtmuseum eine Sonderausstellung mit Werken polnischer Künstler und anschließend eine Ausstellung über Anne Frank (wir berichteten).

Mit der Ausstellung „Mein Stückchen Zweibrücken“ feiert der Förderverein sein 25-jähriges Bestehen. „Wir möchten uns nicht mit einem Fest selbst feiern. Wir wollen ganz im Sinne des Vereinszwecks den Zweibrückern etwas schenken“, sagt Philipp. Am 31. März wurde der derzeit rund 60 Mitglieder zählende Verein damals als Förderverein Museum gegründet. Ziel sei es gewesen, ein Museum mit einem „wissenschaftlichen Anspruch“ in Zweibrücken einzurichten.

Nach der raschen Umsetzung durch die Stadt hat sich der jetzt  Förderverein Stadtmuseum genannte Verein der „ideellen und materiellen“ Unterstützung des Museums verschrieben. Mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden wurden einige Exponate für die Einrichtung angeschafft. Neben der Ausstellung möchte der Förderverein der Stadt zum eigenen Geburtstag ein weiteres Geschenk machen. „Da sind wir noch in der Findungsphase.“

Zur ideellen Unterstützung zählt auch das Ausstellungsprojekt. Bei den Eröffnungen der Ausstellungen im Museum kämen zumeist die gleichen Leute. Bei der Ausstellung kämen dann einige Vereine und vereinzelt auch Schülergruppen. „Mit der Ausstellung wollen wir auch Leute, die sonst nicht das Museum besuchen, anlocken“, nennt Philipp einen Aspekt der Ausstellung. Für das persönliche Stückchen Zweibrücken interessieren sich vielleicht auch Verwandte, Nachbarn und Bekannte. „Die sehen dann, was das Stadtmuseum sonst bietet.“