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Polizeistatistik
Mehr Verkehrsunfälle in der Region

Ein Polizeifahrzeug warnt vor einer Unfallstelle. In Zweibrücken und Zweibrücken-Land ist die Zahl der Unfälle 2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.
Ein Polizeifahrzeug warnt vor einer Unfallstelle. In Zweibrücken und Zweibrücken-Land ist die Zahl der Unfälle 2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. FOTO: Stefan Puchner / dpa
Zweibrücken. Geschwindigkeit und Abstand bleiben laut Polizeistatistik die Hauptursachen für Unfälle. Von Fritz Schäfer

„Das ist keine dramatische Steigerung“, wertet der Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Zweibrücken, Peter Faber, die gestiegene Zahl der Verkehrsunfälle in Zweibrücken und der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 1708 Unfälle. Davon ereigneten sich 1327 in der Stadt, der Rest in der Verbandsgemeinde. Im vergangenen Jahr waren es 1657. Davor bewegte sich die Zahl zumeist um 1600.

Es gebe auch mehr Autos und deshalb auch einen dichteren Verkehr, erklärt der Polizeibeamte. Den Anstieg wollte Faber nicht auf die vielen Baustellen in der Stadt im vergangenen Jahr zurückführen. Dass es in der Stadt mehr Unfälle gebe, ist für den Sachbearbeiter keine Überraschung. „Da ist einfach deutlich mehr Verkehr.“

Zwei Unfälle endeten im vergangenen Jahr tödlich. So verstarb im Juni ein Fahrer, der mit seinem Pkw in der Höhe des Biohofs am Ortsausgang von Mörsbach auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem entgegen kommenden Lkw kollidierte, noch an der Unfallstelle. Der zweite tödliche Verkehrsunfall ereignete sich auf der A 8 zwischen den Anschlussstellen Contwig und Walshausen. Dabei kam ein Motorradfahrer zu Tode.



35 Unfälle wurden in der Statistik als schwere Unfälle eingeordnet. „Das sind immer Unfälle, bei denen Personen stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen“, erklärt Faber. Dazu kommen noch 129 leichte Unfälle, bei denen die Personen leichtere Unfälle hatten und zum Teil noch am Unfallort behandelt werden konnten oder nur zum Röntgen ins Krankenhaus mussten. „Einen Unfallschwerpunkt weist die Statistik nicht aus“, sagt der Beamte.

Der Austausch der Ampelanlage an der Kreuzung Fruchmarkt-/Lützel-/Kaiserstraße habe dazu beigetragen. Mit einer Plakataktion nahm die Polizeiinspektion 2015 die Unfallfluchten in den Fokus. Die Aktion habe auch zu einer personellen Verstärkung in dem Bereich geführt. „Da kümmert sich immer ein Kollege um Unfallfluchten“, sagt Faber. Dadurch sei die Aufklärungsquote gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden von 425 gemeldeten Unfallfluchten 192 aufgeklärt.

Nicht angepasste Geschwindigkeit (261) und mangelnder Abstand (258) waren nach Angaben Fabers auch im vergangenen Jahr die Hauptunfallursachen. 30 Unfälle waren 2017 auf Alkoholeinfluss zurückzuführen, fünf auf andere Drogen. Wobei die Polizei auch Alkoholkontrollen durchführt. 31 kontrollierte Autofahrer standen unter Alkoholeinfluss. Die Beamten hätten die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.