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Jugendilfe-Ausschuss
Mehr Plätze für jüngere Kinder

Jugendamtsleiter Jörg Klein
Jugendamtsleiter Jörg Klein FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Im Jugendausschuss wurde der aktuelle Kindertagesstättenplan vorgelegt. Von Fritz Schäfer

Das Zweibrücker Jugendamt schreibt nicht nur den Kindertagesstättenbedarfsplan fort. Durch Gruppenumwandlungen und Umbaumaßnahmen werden auch neue Plätze geschaffen. Im Kindergartenjahr 2018/19 sind Maßnahmen in den städtischen Kindergärten Arche Kunterbunt und Kleine Welt sowie dem protestantischen Kindergarten an der Johann-Schwebel-Straße geplant. „Dadurch entstehen 15 neue Plätze“, sagte Bürgermeister Christian Gauf (CDU) bei der Vorstellung des Plans in der Sitzung des städtischen Jugendhilfeausschusses.

Wobei durch Gruppenumwandlung Plätze für Drei- bis Sechsjährige verloren gehen, wie Gertrud Schanne-Raab (Grüne) anmerkte. Derzeit stehen den 1138 Drei- bis Sechsjährigen (vier Jahrgänge) 1003 Plätze zur Verfügung. Nach den Umwandlungen sind es für 1159 Kinder noch 993 Plätze. Dafür steigt die Zahl der Plätze für unter Dreijährige von 337 derzeit auf 362 nach Umsetzung der Pläne. Bei dem vorgelegten Plan ist der geplante Neubau eines viergruppigen Kindergartens auf dem Sportplatz an der Festhalle noch nicht eingerechnet.

Christina Rauch (CDU) fragte nach den unterschiedlichen Öffnungszeiten in den Kindergärten. „Wir haben da ein offenes System. Die freien Träger können ihre Öffnungszeiten selbst festlegen“, erklärte der Jugendamtsleiter Jörg Klein. Die städtischen Kindergärten würden alle um sieben Uhr öffnen. Klein erwähnte zudem die verlängerten Vormittagsöffnungszeiten als Besonderheit der 20 Zweibrücker Kitas.



Der Jugendhilfeausschuss gewährte dem Diakonieverein Niederauerbach einen Zuschuss in Höhe von 3819 Euro (die Hälfte der Kosten) zur Erneuerung des Bodenbelags im Kindergarten Vogelnest. Auch die protestantische Kirchengemeinde Rimschweiler bekommt einen 50-prozentigen Zuschuss (5822 Euro) für eine Schallschutzmaßnahme im Kindergarten. Der Jugendhilfeausschuss stimmte zu, dass das Jugendamt Kooperationsvereinbarungen mit freien Trägern über die Schulsozialarbeit an städtischen Schulen abschließt. Zugestimmt wurde auch einer Zweckvereinbarung mit der Kreisverwaltung Kusel für ein Schwerpunktjugendamt für unbegleitete minderjährige Ausländer. „Es ist sinnvoll, die Arbeit mit diesen Jugendlichen in Kusel zu bündeln“, sagte Gauf. Auf Nachfrage von Pervin Taze (SPD) habe das Zweibrücker Jugendamt in anderen Bereichen schon mit dem Kuseler Amt zusammengearbeitet. Bisher habe man die wenigen Fälle selbst bearbeitet. Das Kuseler Amt habe sich wegen einer höheren Fallzahl mehr Kompetenz erworben.

Der Stadtjugendring erhält seit zehn  Jahren einen Zuschuss in Höhe von jährlich 720 Euro von der Stadt. Zur „Verschlankung des Haushalts“ soll das künftig über die Richtlinie für die Förderung der freien Jugendpflege abgewickelt werden. Das Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings, Nico Kuhn, fragte, ob der Ausschuss nicht auch über die seit zehn Jahren unveränderte Höhe entscheiden könne. Das sei ein Thema der Haushaltsberatung, sagte Gauf. „Der Stadtjugendring übernimmt viele Aufgaben“, merkte Gerhard Burkei (Linke) an.