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Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Mehr Männer in die Pflege

 Der neue Jahrgang der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege.
Der neue Jahrgang der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege. FOTO: Elisa Döschl
Zweibrücken. 50 Frauen und Männer begannen in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege ihre Ausbildung. Von Fritz Schäfer

(sf) „Wir hatten noch nie so viele Männer, die eine Ausbildung zum Krankenpfleger aufnahmen“, nannte die Leiterin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, Elisa Döschl, die Besonderheit des Jahres. Von den 28 Leuten, die am 1. September die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begannen, sind es zehn Männer. Von den 22, die eine einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer, sind es sechs.

Mit den 50 Personen, die in diesem Jahr eine Ausbildung starten, sind in der Krankenpflegeschule St. Elisabeth in Zweibrücken insgesamt 101 – 76 Frauen und 25 Männer. Dazu wird in diesem Jahr in der Schule erstmals wieder seit 15 Jahren die einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer angeboten. Damit werde Interessierten, die die Voraussetzungen nicht erfüllen, die Möglichkeit geboten, in das Berufsfeld einzusteigen, erklärte Döschl.

Schüler, die den notwendigen Schulabschluss nicht haben, oder sprachliche Probleme wie Menschen mit Migrationshintergrund, seien die typischen Kandidaten für diese Ausbildung. Die Plätze für Krankenpflegehelferinnen und Krankenpfleger orientiere sich nach dem Bedarf in den Krankenhäusern, sagte Döschl. Mit Blick auf den Pflegenotstand bestehe für die Absolventen der einjährigen Ausbildung im nächsten Schritt die Möglichkeit, eine dreijährige Ausbildung zu beginnen. „Wir wollen die Krankenpflegehilfe in Zukunft kontinuierlich anbieten“, kündigte die Schulleiterin an.



Für die dreijährige Ausbildung gebe es zwar noch genügend Bewerber, sagte Döschl. „Aber im Vergleich zu den letzten Jahren sind es weniger.“ Das sei der geringeren Zahl der Schulabgänger geschuldet.

„Wer die Ausbildung abschließt, hat keine Probleme eine Anstellung zu finden“, äußerte sich Döschl zu den Berufsaussichten. Da böten sich in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege oder der Altenpflege viele Möglichkeiten. „Es werden händeringend Leute gesucht.“ Die Schulleiterin merkte an, dass das Nardini-Klinikum in erster Linie für den eigenen Bedarf ausbildet.

Ab dem kommenden Jahr wird die dreijährige Ausbildung für alle Pflegeberufe – Kranken- und Altenpflege – als generalisierende Ausbildung angeboten. „Da führen wir auch Gespräche mit der Berufsbildenden Schule“, sagte Schulleiterin Döschl. Doch zurück zum Start in diesem Jahr: Auch der Jahrgang ist wieder bunt gemischt. Von afghanisch über deutsch bis ukrainisch stammen die Bewerber aus elf Nationen. Die Bewerber sind zwischen 53 und 16 Jahre alt.