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Arbeitslosenzahlen im Juli
Mehr Arbeitslose in der Westpfalz

Zweibrücken. In Zweibrücken waren im Juli insgesamt 1024 Männer und Frauen ohne Job.

In den vergangenen Wochen ist die Arbeitslosigkeit in der Westpfalz angestiegen. Diese für den Juli typische Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass in den Sommermonaten viele junge Menschen den Übergang von der Schule, der Ausbildung oder dem Studium in die Beschäftigung bewältigen müssen. Gelingt es den Jugendlichen nicht, direkt einen neuen Arbeitsplatz zu finden, müssen sie sich bei der Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos melden. Zu den Arbeitslosmeldungen dieser jungen Menschen kam hinzu, dass zum Quartalsende üblicherweise Zeitverträge ausliefen und Kündigungen ausgesprochen wurden. Hiervon waren unter anderem Frauen und Männer betroffen, die sich für die Zeit der Sommerferien arbeitslos melden müssen. Damit kam es unter anderem zu vorübergehenden Freistellungen von Reinigungs-, Personenbeförderungs- und Sicherheitspersonal.

Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens (umfasst die kreisfreien Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken, die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz sowie den Donnersbergkreis) zählte im Juli damit insgesamt 17 077 Arbeitslose. Das waren 451 beziehungsweise 2,7 Prozent mehr als im Juni.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist nicht außergewöhnlich. Es fällt auf, dass er etwas schwächer ausfiel als vor einem Jahr“, so Peter Weißler, der Leiter der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Im Juli waren in Folge dessen 1235 beziehungsweise 6,7 Prozent weniger Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, wurde im Juli mit 6,1 Prozent angegeben. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats und 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.



Um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat ist die Unterbeschäftigungsquote im Juli auf 7,8 Prozent angestiegen. Vor einem Jahr lag diese Quote bei 8,3 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte höher. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Demnach wurden im Juli 22 212 Frauen und Männer in der Unterbeschäftigung gezählt. Das waren 293 beziehungsweise 1,3 Prozent mehr als im Juni und 1129 beziehungsweise 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

In Zweibrücken waren im Juli 1024 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 39 beziehungsweise vier Prozent mehr als im Juni und 295 beziehungsweise 22,4 Prozent weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von 5,3 Prozent im Juni auf nun 5,5 Prozent gestiegen. Sie lag um 1,8 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Juli 2039 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 77 beziehungsweise 3,9 Prozent mehr als im Juni und 373 beziehungsweise 15,5 Prozent weniger als im Juli des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote ist damit von 3,7 Prozent im Juni auf nun 3,9 Prozent gestiegen. Sie lag um 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresmonats.

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region leicht angestiegen. Das ist für den Monat Juli aber nichts ungewöhnliches.
In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region leicht angestiegen. Das ist für den Monat Juli aber nichts ungewöhnliches. FOTO: dpa / Jan Woitas