| 23:10 Uhr

Mega-Möbelmarkt rückt Stück näher

 Doris Schindler (SPD) ist neue ehrenamtliche Beigeordnete. Foto: voj/pmd
Doris Schindler (SPD) ist neue ehrenamtliche Beigeordnete. Foto: voj/pmd FOTO: voj/pmd
Zweibrücken. Truppacher Höhe: Verbandsgemeinderat stimmt Aufstellungsbeschluss zu – Schindler neue ehrenamtliche Beigeordnete. Fritz Schäfer

"Doris Schindler ist seit vielen Jahren Bürgermeisterin von Dellfeld und Mitglied im Verbandsgemeinderat. Deshalb ist sie geeignet für das Amt der zweiten Beigeordneten", schlug Norbert Kiefer (SPD) seine Fraktionskollegin vor. 22 Mitglieder des Verbandsgemeinderates Zweibrücken-Land stimmten zu, zwei dagegen. Mit Applaus wurde ihr "ich nehme die Wahl an" honoriert.

"Wir sollten die Chance, die die Fläche bietet, nutzen. Auch wenn wir noch nicht wissen, wie das Verfahren ausgeht", sprach sich Verbandsgemeindebürgermeister Jürgen Gundacker (SPD) dafür aus, dass der Verbandsgemeinderat die Teiländerung des Flächennutzungsplans Truppacher Höhe als Sonderfläche Handel "auf den Weg bringt", wie Karlheinz Bärmann (CDU) es formulierte. Der Contwiger Bürgermeister zeigte Verständnis, dass es Bedenken gebe. "Aber denken Sie an die Arbeitsplätze!" Und das ganze Verfahren koste die Verbandsgemeinde kein Geld. Doris Meyer vom Planungsbüro Pröll-Miltner aus Karlsruhe hatte dies zuvor Wolfgang Rapp (SPD) auf dessen Frage hin erklärt. 20 Ratsmitglieder von CDU, SPD, FSP und UWG stimmten für den Beschlussvorschlag sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden. Rita Graushaar und Fred Konrad von den Grünen lehnten das Vorhaben ab. Rapp und Manfred Nafziger von der SPD enthielten sich. "Einen doppelt so großen Möbelmarkt wie Möbel Martin brauchen wir nicht", meinte Graushaar. Das Einzugsgebiet von 1,83 Millionen Einwohner stellte Graushaar in Frage.

Svenja Schneider von der Firma Kleinpoppen, die das Projekt mit Doris Meyer kurz zuvor im Stadtrat (siehe Seite 13) vorgestellt hatte, hatte die Zahl der Arbeitsplätze mit 350 beziffert. "Wenn hier Arbeitsplätze entstehen, fallen sie woanders weg", erwartete Fred Konrad keinen Zuwachs. Zudem befürchtet er, dass die Zufahrt zu dem Möbel- und Einrichtungshaus ein bestehendes Biotop beeinträchtige. "Der Abstand zu dem Wäldchen wird eingehalten", hielt Meyer entgegen. Thomas Hohn (FDP) wollte wissen, ob die Ansiedlung auch an einer anderen Stelle auf dem Gebiet des Flughafen-Zweckverbands möglich sei. "Das ist nur an der Stelle möglich", sagte Gundacker.



Der bisherige Flächennutzungsplan für das Gebiet Truppacher Höhe sieht eine gewerbliche Nutzung vor. Der Investor möchte dort ein Möbelhaus errichten. Ein Bebauungsplan für ein solches Haus macht eine Teiländerung des Flächennutzungsplans mit der Ausweisung als "Sondergebiet Handel" notwendig.