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Bis zur Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahl am 23. September stellt der Pfälzische Merkur den Kandidaten wöchentlich eine Frage, auf die alle in einer vorgegebenen Länge antworten sollen. – Heute: Als kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands ist absehbar, dass Zweibrücken seine Eigenständigkeit verliert, falls Rheinland-Pfalz die  angekündigten Verwaltungsreform-Pläne vorantreibt. Wie und mit wem soll sich Zweibrücken in der Region künftig aufstellen?
Marold Wosnitza

 Marold Wosnitza (SPD).
Marold Wosnitza (SPD). FOTO: Marold Wosnitza / Claudia Fahlbusch
„Mein Herz schlägt für das kreisfreie Zweibrücken und dafür will ich mich einsetzen. Wenn Veränderung nötig wird, dann sollte der Kreis Südwestpfalz aufgelöst und ein Kreis Zweibrücken und ein Kreis Pirmasens geschaffen werden.

Lasse ich das Emotionale außen vor, weiß ich, dass eine Einkreisung kommen kann und dass ich als Oberbürgermeister vorbereitet sein muss. Ich muss also die Frage beantworten: Was wäre, wenn? Ein Blick in die Gemeindeordnung hilft. Käme es dazu, würde Zweibrücken seine Eigenständigkeit nicht verlieren. Zweibrücken würde auch weiter eine eigenständige Stadt mit eigener Verwaltung sein. Die Aufsichtsbehörde wäre nicht der Kreis und Landrätin Ganster (CDU), sondern wie bisher die ADD. Einige Aufgaben und Kosten würden an den Kreis fallen (z.B. Sozialleistungen), Zweibrücken wäre über ein Umlageverfahren beteiligt.

Von zentraler Bedeutung ist es, dass Zweibrücken seine Funktion als Mittelzentrum behält und diese gestärkt wird. Meine zentrale Aufgabe als OB wäre es sicherzustellen, dass alle Bürger/innen ihre Angelegenheiten weiterhin in Zweibrücken erledigen können und dass wir uns finanziell nicht schlechter, sondern vielleicht sogar besser stellen. Der OB muss als ein starker Verhandlungspartner auftreten.“