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Kommentar
Wosnitza 100 Tage Oberbürgermeister

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Was macht eigentlich Marold Wosnitza? Seit 100 Tagen ist der Sozialdemokrat diesen Samstag Oberbürgermeister von Zweibrücken. Doch nach dem inspirierenden Wahlkampf und zwei überzeugenden Antrittsreden scheint Wosnitza abgetaucht zu sein. Von fröhlich

Sitzungen leitet er geschickt, inhaltlich aber war fast nichts mehr von ihm zu hören. Was jedoch kein Grund zum Daumensenken ist: Wosnitza hat sich auf viele, viele Antrittsgespräche mit Akteuren aus Zweibrücken und darüber hinaus konzentriert – Kontaktpflege, die sehr wichtig ist, wenn es Projekte umzusetzen gilt. Dass in den ersten 100 Tagen noch nicht viel passiert, war auch bei Wosnitzas Vorgänger nicht anders, dem „Macher“ Kurt Pirmann: „Stotterstart des Messias“ stand damals über unserem Kommentar. Wobei Wosnitza es sich selbst schwerer macht, in Schwung zu kommen, als Kurt Pirmann: Der nämlich hatte das für die Stadtentwicklung zentrale Baudezernat übernommen. So aber sind für die öffentlichkeitswirksamsten Themen Wosnitzas erster 100 Tage (Brauereigelände, Schulen, Schuldenberg) Christian Gauf oder Henno Pirmann als Dezernenten zuständig. Wosnitza steht vor dem Spagat, nicht zu sehr in ihre Ressorts hineinzuregieren – aber selbst die neuen Impulse für die Stadtentwicklung zu setzen, für die er ja gewählt wurde.