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Teddy Suhren
Seemannsweihnacht in Heilig Kreuz

Der Shanty-Chor in Zivil während der Probe im Gemeindesaal von Heilig Kreuz.
Der Shanty-Chor in Zivil während der Probe im Gemeindesaal von Heilig Kreuz. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Weihnachtskonzert mit dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft (MK) Teddy Suhren und bekannten Solisten am Sonntag, 2. Dezember. Von Peter Fromann

Am Sonntag, 2. Dezember, also dem 1. Advent, veranstaltet der Shanty-Chor der Marinekameradschaft (MK) Teddy Suhren wieder ab 17 Uhr sein traditionelles Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche Heilig Kreuz. „Wie verwurzelt diese Veranstaltung im kulturellen Ablauf des Jahres ist, zeigt die Tatsache, dass wir heuer bereits das 15. Mal zur Weihnacht auf der Konzertbühne stehen“, sagt Reinhard Franke von der MK.

Das Konzert beinhaltet klassische Seefahrtsromantik: Die Sehnsucht der Fahrensmänner, die zu Weihnachten nicht zu Hause bei ihren Familien sein können, wie aber auch die Sehnsucht der Familien, die ihre zur See fahrenden Angehörigen sehr vermissen. Im Programm findet sich auch der Shanty „Ave Maria der Meere“, in dem es um die gnadenlosen Naturgewalten geht. Oder ganz anders „Erwin, der fesche Seemann“. Oder eben stimmungsvolle Weisen wie „St. Niklas war ein Seemann“ und „Das Abendgebet nach See“. Ein gemischtes Programm, das alle Hörer erreicht.

Der Chor wird von bekannten musikalischen Gästen unterstützt. Zwar musste die Mezzosopranistin Hildegard Baum aus familiären Gründen leider absagen, jedoch sind die Sopranistin Cathrin Bungert und Walter Rimbrecht, ambitioniert an der Trompete, auf der Bühne mit dabei. Rimbrecht spielt den 1. und 2. Satz aus dem Trompetenkonzert von Johann Georg Neruda. Auf der Orgel spielt Benedikt Schwarz unter anderem auch ein Werk von César Franck. Zum Abschluss des Konzertes singen alle gemeinsam „Süßer die Glocken nie klingen“.



Am Anfang und Ende des Konzertes wird traditionsgemäß geglast: Die Bezeichnung Glasen steht für die Zeitrechnung auf Seeschiffen mit der Schiffsglocke, eine alte Tradition. Die deutsche Marine glast aber nur noch auf dem Segelschulschiff Gorch Fock.

Den Chor leitet seit vielen Jahren sehr erfolgreich Bernd Theisohn. Mit seinem Akkordeon ist er immer aktiv dabei. Auf der Bühne schneidig in Marineblau die Choristen mit weißer Mütze, vor ihnen meterhoch der blinkende Leuchtturm, der die Richtung ausleuchtet, heimwärts eben.

Man könnte glauben, sie brauchten gar nicht zu singen und bekämen doch noch tosenden Beifall. So dürfen sich alle auf das Weihnachtskonzert freuen. Die Marinekameradschaft hofft auch diesmal auf den großen Zuspruch der vergangenen Jahre. Der Eintritt zur Seemannsweihnacht ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Reinerlös fließt sozialen Projekten zu.