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Zweibrücken
Magnet für Luftfahrtfans

Zweibrücken. Der Aeroclub Bexbach hat in Zweibrücken sein Flugplatzfest gefeiert.

Das 40. Flugplatzfest feierte dieses Wochenende der Aeroclub Bexbach in seiner langjährigen Vereinsgeschichte. Der Sonderlandeplatz Zweibrücken, einst Flughafen mit Linienverkehr, ist zum zweiten mal Dreh- und Angelpunkt für viele kleine und große Liebhaber des Flugsports gewesen. Sie kamen an den drei Veranstaltungstagen zu Tausenden, allein gestern, so die Schätzung von Verantwortlichen. sollen es zwischen zwei- bis dreitausend Gästen gewesen sein, die kostenlos das abwechslungsreiche Treiben auf der Start- und Rollbahn, den seitlichen Standstreifen und in den Hallen genossen.

 Gewusel in der großen Flugzeug-Reparaturhalle wo die Kleinsten sich zusätzlich auf einer Hüpfburg austoben, derweil die älteren Besucher mal eine kleine Verschnaufpause einlegen. Das bunte Treiben erinnert an einen großen Taubenschlag, immer und überall ist etwas los, wird den Besuchern was geboten. Von großen Menschentrauben umlagert dabei die vom veranstaltenden Aeroclub aufgebauten Flugsimulatoren.

An einem versieht das Clubmitglied Jürgen Christmann seinen Dienst. Der Barbarossastädter kann sich über Auskunftsbedarf nicht beklagen, gibt trotz der hochsommerlichen Temperaturen immer wieder Tipps und Hinweise, erläutert Fußpedal, Steuerhorn und die auf einem Bildschirm sichtbaren Cockpitinstrumente, welche dem davor sitzenden Bediener das Gefühl eines Fliegens mit einer Cessna 172 vermitteln. Der achtjährige Constantin Hallebrand aus München, für einige Tage zu Besuch in der Pfalz ist, ist jedenfalls hellauf begeistert und würde am liebsten den gesamten Tag hier auf dem Zweibrücker Platz beim Aeroclub verbringen.



Die ein Jahr ältere Charlotte Krebs hat es da schon einfacher. Die nämlich wohnt sozusagen am Ende der Landebahn, in Mauschbach . Gut für sie und Papa Thorsten, denn dieser musste nicht allein die Samstagsarbeit auf einen anderen Wochentag verschieben. Am gestrigen Sonntag war gleichfalls wieder ein Flugplatzbesuch angesagt und Charlotte genoss das Verweilen am Steuerknüppel eines Simulators für Segelflieger bis zum Gehtnichtmehr. Erst recht nach der Rundflugpremiere vom Samstag, wo es zusammen mit Mama Bianca eine längere Platzrunde gegeben hatte.

Jonathan Spaeth aus Einöd zählt zur großen Helfercrew, wie unschwer am blauen Shirt zu erkennen ist. Sein Dienst begann an allen drei Tagen früh und ging bis weit in die Abendstunden, doch den Kindern und Erwachsenen Freude zu vermitteln, das entschädige über die viele Arbeit, sagt er.

Beim Zusammenbau von kleinen Flugmodellen hilft der 71-jährige Herbert Nowack im hinteren Halleneck. Schlange stehen ist beim Infopunkt für Rundflüge angesagt, Michelle Mutter strahlt mit der Sonne um die Wette, denn das Rundfluggeschäft laufe nicht allein über die Festtage des Flugplatzfestes beim ansässigen „Heli-Express“ großartig.

Die Familie Vetter aus dem Schwabenland erholt sich derzeit auf dem Kirkeler Campingplatz von den Alltagsstrapazen. Vater Thomas entstieg soeben zusammen mit dem elfjährigen Sohn Mika und dem vier Jahre älteren Lukas den gelben Helikopter von „Heli-Express“, der mit ihnen über die Rosenstadt und die Dörfer drumherum kreiste. Das Trio war begeistert für alle war es einfach nur ein Traum so die Gegen von oben anzusehen.

 Karlheinz Pohmer, der ersten Vorsitzende des Aeroclubs Bexbach und seine Stellvertreterin Vicky Pietsch hatten sich eine derartigen Bilderbuchflugtag nur erträumen können. Jetzt ist er Wirklichkeit geworden. Die erlebte Gastfreundschaft auf dem Zweibrücker Sonderlandeplatz wisse der Verein mit seiner großen Helferschar zu schätzen. Gut 50 Flugzeugen von Gastfliegern waren ausgestellt, atemberaubend Flugshows und Fallschirmabsprünge rundeten das breitgefächerte Angebot an allen drei Tagen ab.