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Sessionseröffnung
Lisa II.: Vom HFZ-Baby zur Prinzessin

Die frisch gekrönte Prinzessin Lisa II. ist schon seit ihrer Geburt HFZ-Mitglied.
Die frisch gekrönte Prinzessin Lisa II. ist schon seit ihrer Geburt HFZ-Mitglied. FOTO: Sebastian Dingler
Contwig. „Super Bowl der Fasenacht“ lautet das diesjährige Motto des Humoristischen Fasenachtsvereins Zweibrücken/Contwig. Von Sebastian Dingler

Als nette und gemütliche Feier in angenehmer Atmosphäre verlief die Sessionseröffnung des Humoristischen Fasenachtsvereins Zweibrücken/Contwig (HFZ) am Samstagabend in der Gaststätte der VT Contwig. Gut 50 Mitglieder waren zur vereinsinternen Sitzung gekommen, unter ihnen der Ehrenvorsitzende Richard Dosoudil und der Ehrensitzungspräsident Peter Schmidt.

Den Anfang des Programms machte die Jugendgarde mit einem von den Trainerinnen Kerstin Keller und Christine Nehlig einstudierten Tanz. Die sieben Mädchen gaben da eine tolle Kostprobe ihres Könnens ab. Danach war eine Premiere angesagt: Der neunjährige Maurice Dufour hielt seine erste Büttenrede. Seine Großeltern waren das Thema der witzigen Ansprache, bei der ihm seine Oma Dita Schmidt assistierte. Die dürfe er ja ruhig mal „durch den Kakao ziehen“, meinte der kleine Frechdachs. Die Oma habe beispielsweise den Discovery Channel falsch als Disco Channel bezeichnet, jetzt habe sie den Künstlernamen „Disco“. Der Opa wolle sich zur Prunksitzung als Fregattenkapitän verkleiden, weil das bestimmt auch bei den Damen gut ankäme – da habe die Oma gerufen: „Jo, do kannsche disch um all die alde Fregadde kümmere!“ Das waren nur zwei von vielen Gags der Büttenrede, die die Anwesenden herzlich zum Lachen brachten. Da wächst also ein neues Karnevalstalent heran – ebenso wie die neunjährige Giulia Staub, die anschließend als Funkenmariechen auftrat. Hinterher sagte sie, sie sei so aufgeregt gewesen, dass sogar ein paar Tränchen gelaufen wären – doch davon war bei ihrer Darbietung gar nichts zu merken. Toll tanzte sie sich durch all die schwierigen Figuren und erntete am Ende verdientermaßen großen Applaus. Mit ihrer Trainerin Alexandra Dufour habe sie zwei Monate lang den Tanz geübt; sie war aber auch schon bei den Minis der HFZ und kann den Spagat seit jener Zeit.

Dann wurde im Saal das Licht gedimmt, wurden die Wunderkerzen angezündet: Die Inthronisierung der neuen HFZ-Prinzessin Lisa II. wurde feierlich zelebriert. Die 18-jährige zeigte sich in ihrer Ansprache gleich als routinierte Karnevalistin, kein Wunder, ist sie ja auch schon seit der Geburt im Verein. Vereinspräsident und Sitzungsmoderator Marc Heib lobte sie auch gleich für die „super Redd“. In dieser ernannte Lisa II. ihre Kammerzofe, ihre Terminmanagerin und auch die beiden Bodyguards, die sie dringend benötige.



Anschließend wurde der neue Vereinsorden verliehen, der einen Football-Helm darstellt, denn das Motto der diesjährigen HFZ-Saison heißt „Super Bowl der Fasenacht“. Zuletzt führt die elfjährige Liv Nehlig ihren Tanz als Funkenmariechen auf. Auch sie war sehr aufgeregt, auch sie machte ihre Sache super, vor allem den Standspagat, bei dem ein Bein bis zum ausgestreckten Arm hochgewinkelt wird. Insgesamt zeigte sich der HFZ als sehr gut aufgestellt für die große Prunksitzung im Januar.