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Groko-Streit
GroKo: Zweibrücker Linke üben scharfe Kritik an CDU

Zweibrücken. (red) Scharfe Kritik hat die Linke Zweibrücken am Verhalten der CDU im Zusammenhang mit dem Ende der großen Koalition im Stadtrat geäußert (wir berichteten). „Die Bürger Zweibrückens haben, wie die übrige Bevölkerung in Deutschland auch, für solche Kindergartengeschichten und persönliche Befindlichkeiten keinerlei Verständnis“, so der Kreisvorsitzende Torsten Spelten.

„Mit schmutziger Wäsche, denkwürdigen politischen Machenschaften und persönlichen Befindlichkeiten wird die Zweibrücker CDU genau so weit kommen wie bei der Oberbürgermeisterwahl.“ Der Kreisvorstand lehne daher eine Zweibrücker CDU ab, „die ihre vermeintlichen Grundwerte opfert, um sich im Ergebnis daran persönlich zu bereichern oder andere in Misskredit zu bringen“. Die ganze Angelegenheit sei „unerträglich und eine Schande für die Demokratie und ein Schlag gegen alle Wählerinnen- und Wähler“.

Auch Atilla Erens „Kopfgeld“ für die Enttarnung des realen Menschen hinter dem Facebook-Profil „Karl Otto Müller“ sieht die Linke kritisch. „Ich kenne keinen seriösen Politiker oder einen solchen, der dies werden will, der eine Art Kopfgeld aufgrund des beschriebenen Sachverhalts aussetzt“, schreibt Spelten. Er hätte sich gewünscht, dass CDU-Fraktionschef Christoph Gensch sich von „solchen Methoden, die ich aus einer ganz anderen Zeit kenne“ klar distanziert. 

SPD-Fraktionschef Stéphane Moulin weist unterdessen darauf hin, dass die SPD nicht auf eine Wiederauflage der großen Koalition im Stadtrat hofft oder diese als einzige Option anstrebt. „Wir gehen mit dem Ziel in die Wahl, stärkste Fraktion im Stadtrat zu bleiben. Alles andere kommt nach der Wahl!“, so Moulin.