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Kurswechsel bei Zweibrücker Linkspartei
Linke erwartet Austritt von Nunold aus Ratsfraktion

Der aktuelle Zweibrücker Linken-Vorstand beim Parteitag am Samstag. Vordere Reihe von links: Marcio Demel, Andrea Penczak, Isabelle Bastian. Hintere Reihe: Sascha Schaab, Vorsitzender Thorsten Spelten, Gerhard Burkei.
Der aktuelle Zweibrücker Linken-Vorstand beim Parteitag am Samstag. Vordere Reihe von links: Marcio Demel, Andrea Penczak, Isabelle Bastian. Hintere Reihe: Sascha Schaab, Vorsitzender Thorsten Spelten, Gerhard Burkei. FOTO: Die Linke Zweibrücken / Die Linke
Zweibrücken. Nachdem der Zweibrücker Linken-Parteitag Fraktionschef Matthias Nunold nicht mehr auf die Liste für die Stadtratswahl 2019 gesetzt hat (wir berichteten), zeigte sich Nunold gestern auf Merkur-Anfrage wortkarg.

Der jüngsten Entwicklung liege „eine Entscheidung von Spelten und Burkei“ zugrunde. „Ich war im Vorfeld darüber informiert“, sagte Nunold. Er wolle aber keine weiteren Kommentare abgeben.

Gesprächiger war der Zweibrücker Linken-Parteichef Thorsten Spelten. Er und Fraktionsvize Gerhard Burkei hätten Nunold bereits vor fünf Wochen „auf die Stimmung in der Partei hingewiesen, dass er besser nicht kandidieren soll“. Beim Parteitag sei Nunold trotzdem gegen Burkei um Listenplatz 1 angetreten, habe aber nur ein Viertel der Stimmen bekommen. Daraufhin habe Nunold die Versammlung verlassen, ohne für andere Plätze zu kandidieren. Die Niederlage Nunold sei „nicht das Ergebnis einer Intrige, sondern die Quittung für mangelnde politische Arbeit“. Der Ex-Sozialdemokrat habe die Kooperation mit dem Linken-Vorstand verweigert und keine Unterschiede zur SPD-geführten Stadtspitze erkennen lassen. Womöglich auch, weil er bei der Stadt arbeite. Als Fraktionschef sei Nunold nicht zurückgetreten, so Spelten: „Ich denke aber, das ist nur eine Frage der Zeit.“ Falls Nunold mit dem Ex-Linken Bernhard Schneider eine neue Fraktion gründe, „werden sie es schwer haben, in den nächsten Rat einzuziehen“.

(ek)