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Lieber Elektronik als noch mehr Möbel!

Zweibrücken. Keine guten Nachrichten gab es in dieser Woche für André Kleinpoppen. Der Investor plant mit seinem Unternehmen die Errichtung eines Möbelhauses auf der Truppacher Höhe. Größenordnung: 40- bis 45 000 Quadratmeter!

Dumm nur für den Investor, dass der Präsident der SGD Süd, Hans-Jürgen Seimetz, die Pläne für reichlich überdimensioniert hält. Denn seine Behörde muss grünes Licht geben, damit das Möbelgeschäft eröffnen kann.

Und auch wenn eine Belebung der Truppacher Höhe sicherlich wünschenswert wäre: An der Argumentation von Seimetz ist etwas dran. "Wo wohnen die Menschen, die 70 000 Quadratmeter Möbelgeschäft brauchen?", fragte der Behördenchef. Dabei rechnete er Kleinpoppens geplanten Neubau sowie die Verkaufsfläche von Möbel Martin zusammen. Und eigentlich gehört in diese Rechnung auch das Braun Möbel-Center in Einöd. Weitere große Möbelhäuser gibt es in Kaiserslautern und Pirmasens. Die Meinung, dass es in der Region ein "Versorgungsdefizit im Möbel-Bereich" gibt, dürfte Kleinpoppen also ziemlich exklusiv haben.

Vielleicht sollte man die Pläne mit dem Möbelgeschäft noch einmal komplett überdenken und nach Alternativen für die Truppacher Höhe suchen. Gut passen würde dort ein richtig großer Elektronikfachmarkt. Davon gibt es im unmittelbaren Stadtgebiet bislang keinen. Leider ist das vor einigen Jahren abgelehnt worden, weil es sich dabei um innenstadtrelevantes Sortiment handelt. Vielleicht sollte man die Entscheidung überdenken. Denn wer rechnet noch ernsthaft damit, doch noch ein Elektrogeschäft im City-Outlet ansiedeln zu können?