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Fasenachtsumzug am Dienstag in Zweibrücken
Diesmal soll es nur Konfetti regnen

 Auf dem Herzogplatz war am Sonntag schon das Gerüst für das Festzelt aufgebaut. Mehrere wassergefüllte „mobile Straßensperren“ einer Firma aus Greven (nördliches Münsterland) sollen die am Dienstag auf dem Platz feiernden Herzogsnarren vor Anschlägen mithilfe von Fahrzeugen schützen.
Auf dem Herzogplatz war am Sonntag schon das Gerüst für das Festzelt aufgebaut. Mehrere wassergefüllte „mobile Straßensperren“ einer Firma aus Greven (nördliches Münsterland) sollen die am Dienstag auf dem Platz feiernden Herzogsnarren vor Anschlägen mithilfe von Fahrzeugen schützen. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Rund 30 Gruppen haben sich bereits für den Zweibrücker Fasenachtsumzug am Dienstag angemeldet. Um 14.11 Uhr startet der närrische Lindwurm am Festplatz an der Rennwiese. Von Fritz Schäfer

„Jetzt brauchen wir am Dienstag nur noch gutes Wetter“, sagte der Leiter des Zweibrücker Kultur- und Verkehrsamtes, Thilo Huble, nach dem Pressegespräch vor dem Fasenachtsumzug, der am kommenden Dienstag, 25. Februar, stattfindet. Vor einem Jahr hatte es bei dem Umzug aus Strömen gegossen. In diesem Jahr soll es nach dem Wunsch Hubles nur Konfetti regnen. „Ich mach alles, damit der Wettergott ein Herz für die Fasenachter hat“, versprach Zugmeister Wolfgang Spenler von der Clubgemeinschaft Hasensteig.

Bis vergangenen Donnerstag haben sich nach Angaben von Tamara Schwartz vom Kultur- und Verkehrsamt 30 Gruppen mit insgesamt 650 Teilnehmern angemeldet. Schwartz erwähnt, dass in diesem Jahre eine Musikgruppe mehr dabei ist als in den früheren Jahren. Dabei führt die Stadtkapelle Zweibrücken den Umzug wie seit Jahrzehnten an. Die „TamTam“-Trommelschule aus Zweibrücken, die Schwarzen Husaren aus Kleinsteinhausen, der Fanfarenzug der DJK Bexbach und die Guggemusik Phoenixkrechzer aus Ramstein sorgen ebenfalls für gute Stimmung.

Dabei achtet der Zugmeister – oder Zugmarschall wie ihn Huble nannte – darauf, dass es ein bunt gemischter Zug wird, bei dem sich die Musikgruppen, die Wägen und die Fußgruppen „munter abwechseln“. Um das zu koordinieren, stellt sich der Umzug wie bereits im vergangenen Jahr wieder auf dem Festplatz an der Rennwiese auf. „Da habe ich mehr Platz und die Wägen die etwas später kommen, finden auch ihren Platz.“ Schwartz erwähnte in dem Pressegespräch, dass am Dienstag noch Gruppen kurzentschlossen mitmachen können. „Die können sich an unserem Zelt auf dem Festplatz anmelden.“



Um 14.11 Uhr setzt sich der Umzug nach drei Böllerschüssen in Bewegung. Über die Dr.-Ehrensberger-Straße, die Saarlandstraße, die Landauer Straße, die Maxstraße, den Schlossplatz, die Gutenbergstraße, den Goetheplatz führt die rund 3,5 Kilometer lange Strecke zur Tribüne auf dem Herzogplatz.

Auf dem Herzogplatz stehen auch das von den VB Zweibrücken betriebene Festzelt und einige Stände.

„Manches braucht seine Zeit, bis es sich einläuft“, wiederholte Huble seine Hoffnung, dass der Herzogplatz in diesem Jahr die Narren mehr anzieht. „Im vorigen Jahr hat es auch geregnet“, begründete er den schwächeren Besuch auf dem Platz. Aber in diesem Jahr soll es ja nur Konfetti regnen.

Auch für den Fasnachtsumzug gelte wie bei allen Zweibrücker Festveranstaltungen das Sicherheitskonzept, erklärte der Leiter des Ordnungsamtes, Klaus Stefaniak. Dazu gehören wieder mobile und feste Absperrungen. Dabei werden erstmals mit Wasser gefüllte Container aufgestellt, am Herzogplatz waren sie gestern schon zu sehen. Am Dienstag werde die Umzugsstrecke ab 13.30 Uhr für den Kfz-Verkehr gesperrt. Entlang der Zugstrecke gelte ein „absolutes Halteverbot“, betonte Stefaniak. Das sei im Sicherheitsinteresse insbesondere der kleinen Zuschauer wichtig.

Der Ordnungsamtsleiter appellierte an die Autofahrer, ihr Fahrzeug rechtzeitig wegzufahren. Huble bat die Anwohner der Innenstadtstraßen schon jetzt um Verständnis für die Unannehmlichkeit. „Die Sperrungen werden sukzessive abgebaut, wenn der Umzug vorbei ist“, versprach der Kulturamtsleiter. Huble, Stefaniak und Spenler erinnerten bei der Pressekonferenz noch einmal daran, dass die am umzug aktiv teilnehmenden Gruppen genügend Ordner stellen müssen. Insbesondere bei den Gespannen mit Traktoren oder großen Zugmaschinen. Da sollten es nach den Worten des Zugmeisters mindestens sechs Ordner sein.