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Überflieger macht große Fortschritte
Letzte Sperrung vor der Fertigstellung

Zweck des „Überfliegers“ ist es, den Verkehr in Zweibrücken, der auf die A 8 will, künftig bereits vor dem Bubenhauser Kreisel direkt dorthin zu lenken. Die Auflieger für die Brücke wurden in den vergangenen Monaten errichtet, nun wurde die Brücke selbst errichtet. Die Einschalung wird ab kommendem Montag entfernt – dies ist allerdings nur im Rahmen einer Vollsperrung möglich. 
Zweck des „Überfliegers“ ist es, den Verkehr in Zweibrücken, der auf die A 8 will, künftig bereits vor dem Bubenhauser Kreisel direkt dorthin zu lenken. Die Auflieger für die Brücke wurden in den vergangenen Monaten errichtet, nun wurde die Brücke selbst errichtet. Die Einschalung wird ab kommendem Montag entfernt – dies ist allerdings nur im Rahmen einer Vollsperrung möglich.  FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Der „Überflieger“ ist weit gediehen, die Brücke steht bereits. Von Montag bis Freitag ist eine letzte Sperrung notwendig. Von Mathias Schneck

Eine der wichtigsten Baustellen in Zweibrücken geht in die entscheidende Phase. Der sogenannte „Überflieger“ am Kreisel zur A 8 hat in den vergangenen Wochen entscheidende Fortschritte gemacht; nun wird den Autofahrern in Zweibrücken im Zusammenhang mit diesem Bauprojekt eine letzte Sperrung abverlangt. Das erklärt Stadtsprecher Heinz Braun auf Anfrage unserer Zeitung.

„Die Sperrung beginnt am Montag, 10. Dezember ab 8.30 Uhr und läuft bis voraussichtlich Freitagnachmittag, 14. Dezember – hier ist die genaue Uhrzeit unklar“, so Braun. Da er weiß, dass den Verkehrsteilnehmern bereits mehrere „Überflieger“-bedingte Sperrungen zugemutet wurden, schiebt er nach: „Das ist die letzte Sperrung diesbezüglich.“

Konkret verläuft die Sperrung ab Montagmorgen wie folgt: Autofahrer, die die Gottlieb-Daimler-Straße, vom Kino-Kreisel kommend, in Richtung Überflieger befahren, kommen maximal bis zum Mitfahrer-Parkplatz bei ATU. Alle, die in Richtung Innenstadt wollen, müssen vorher die Unterführung (Poststraße) nehmen. Fahrer, die vom Bubenhauser Kreisel kommen, müssen über die Friedrich-Ebert-Straße ausweichen. Hier wird, wie bereits bei Sperrungen zuvor, beidseitig ein Park- und Halteverbot eingerichtet. Braun: „Dies ist notwendig, weil der Schwerlastverkehr, der über Bubenhausen umgeleitet wird, ausreichend Platz benötigt; daher ist eine erneute beidseitige Sperrung unumgänglich.“



Der Überflieger sei weit vorangeschritten, erklärt der Stadtsprecher. „Die Brücke als solche ist gebaut, oben ist bereits die Einschalung drin – die war erforderlich, um dort Beton einfüllen und die Form herstellen zu können.“ Nun müsse die Einschalung abgebaut werden, dies sei der Grund für die fünftägigen Sperrmaßnahmen nächste Woche.

Die Arbeiten würden voraussichtlich im Frühjahr oder spätestens Frühsommer 2019 abgeschlossen werden, es hänge davon ab, wie streng dieser Winter werde.

Zu den Kosten wollte der Stadtsprecher keine Prognosen abgeben. „Da kann man momentan nichts sagen. Konkret wird es erst bei der Abrechnung.“ Im Februar hatte Braun im Gespräch mit unserer Zeitung geschätzt, dass – aufgrund der Erfahrungswerte, die bei anderen großen Bauprojekten quer durch die Republik gemacht worden seien – die Kosten für den Überflieger „wohl um zirka 30 Prozent steigen dürften“. Ursprünglich veranschlagt waren rund1,4 Millionen Euro. Kämen 30 Prozent hinzu, wären das am Ende zirka 1,82 Millionen Euro.

Da das Projekt eine Bundesmaßnahme ist, trägt der Bund nahezu die gesamten Kosten. Einzig die Planungsleistung wurde laut Braun von der Stadt erbracht.