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Gefängnis
Das Bildungszentrum der JVA Zweibrücken geprägt

 Von links: JVA-Leiter Jürgen Buchholz, Justizminister Herbert Mertin, Hauptperson Franz Josef Schatz und bfw-Geschäftsführer Klaus Knappstein.
Von links: JVA-Leiter Jürgen Buchholz, Justizminister Herbert Mertin, Hauptperson Franz Josef Schatz und bfw-Geschäftsführer Klaus Knappstein. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken.  Justizminister Mertin verabschiedet Franz Josef Schatz in den Ruhestand. Von Volker Baumann

Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin (FDP) hat am den Leiter des Bildungszentrums der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken, Franz Josef Schatz vom Berufsfortbildungswerk (bfw), in den Ruhestand verabschiedet. JVA-Leiter Jürgen Buchholz würdigte in der Feierstunde am Mittwoch insbesondere die von Schatz erreichte Qualität des Bildungszentrums, das er seit 2010, auch in länderübergreifender Arbeit, geleitet und dabei große Geduld bewiesen habe.

„Man soll jede Gelegenheit nutzen, Strafvollzug auch positiv in die Landschaft zu bringen“, sagte Minister Mertin zu Beginn seiner Rede, verbunden mit dem Aspekt, die dort geleistete Bildungsarbeit ins rechte Licht zu rücken. Es sei eine äußerst sinnvolle und wichtige Arbeit zum Nachholen von Bildungsdefiziten im Rahmen des Resozialisierungsprozesses. Als verantwortlicher Leiter habe Schatz den gesamten Resozialisierungsbereich, auch in den Nachbarländern Saarland, Baden-Württemberg und Hessen betreut und stetig für Weiterentwicklung gesorgt. Er habe mit einer ruhigen, besonnenen, diplomatischen und verbindlichen Art gewirkt und vielen Gefangenen neue Perspektiven eröffnet. Eine Herausforderung der besonderen Art sei es, die Fortbildungsstätte in einer JVA zu leiten. Klaus Knappstein, Geschäftsführer des bfw, bescheinigte dem zukünftigen Ruheständler insbesondere Wertschätzung, Respekt und Weitblick in Menschenführung. Man könne ihn auch als „Mensch-Manager“ bezeichnen.

Die Mitarbeiter würdigten ihren Chef mit einem selbst gebauten Tannenbaum und einer verzierten Feuersäule aus Metall, bevor er sich selbst bei allen bedankte und betonte: „Ich habe vom ersten Tag an hier das Gefühl gehabt, dass ich nicht verkehrt bin“. Jeder Einzelne, der die Ausbildung schaffe, sei ein Gewinn. Er sei stolz, den Auftrag bekommen und hoffentlich Akzente mit seiner Arbeit gesetzt zu haben.