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Landgestüt Zweibrücken macht mehr Umsatz

 Die Zeugung von edlem Pferde-Nachwuchs ist das erfolgreichste Geschäftsfeld des Landgestüts. Foto: cvw
Die Zeugung von edlem Pferde-Nachwuchs ist das erfolgreichste Geschäftsfeld des Landgestüts. Foto: cvw
Zweibrücken. Heinz Merk macht sich nichts vor. "Eine Kostendeckung wird es in naher Zukunft nicht geben", sagt der Geschäftsführer des Zweibrücker Landgestüts. Zwar sei die neue Gestütsbetreibergesellschaft, die Anfang des Jahres das Gestüt vom Land Rheinland-Pfalz übernommen hat, auf einem guten Weg, die Verluste spürbar zu verringern Von Merkur-Redakteur Manuel Görtz

Zweibrücken. Heinz Merk macht sich nichts vor. "Eine Kostendeckung wird es in naher Zukunft nicht geben", sagt der Geschäftsführer des Zweibrücker Landgestüts. Zwar sei die neue Gestütsbetreibergesellschaft, die Anfang des Jahres das Gestüt vom Land Rheinland-Pfalz übernommen hat, auf einem guten Weg, die Verluste spürbar zu verringern. Aber ganz aus den roten Zahlen werden er und Gestütsleiter Alexander Kölsch das Landgestüt wohl auch in den kommenden Jahren nicht herausbringen können. Konkrete Zahlen wollen Merk und Kölsch nennen, sobald der Jahresabschluss vorliegt. Das Gestüt hatte noch unter Landesführung in den vergangenen Jahren jährlich rund 500000 Euro Verlust gemacht.Allerdings ist laut Gestütsleiter Alexander Kölsch der Umsatz in diesem Jahr deutlich gestiegen, was dem Gestüt mehr Geld in die Kassen bringe und damit den Verlust vermindern helfe. Vor allem die Stuten-Besamungen hätten erheblich zugenommen, seit die Besamungsspezialistin Dr. Therese Willmen im April ans Landgestüt zurückgekehrt ist. Dabei verdient die Pferdezuchtanstalt nicht nur an der eigentlichen Besamung der Stuten durch die renommierte Tierärztin, sondern auch am Aufenthalt der Pferde im Landgestüt, die im Schnitt fünf Tage bleiben. Von März bis Ende Juli lief nach Worten des Gestütsleiters die Besamungssaison an sieben Tagen die Woche.Aber auch die zahlreichen Veranstaltungen rund ums Jahr wie der "Goldene Herbst" Ende Oktober seien sehr erfolgreich verlaufen. Sogar drei Managerseminare fanden dieses Jahr im Zweibrücker Landgestüt statt. Dabei wurden den Führungspersönlichkeiten laut Kölsch in der Reithalle über den Umgang mit Pferden Kenntnisse der Menschenführung vermittelt. Ausbauen möchte das Zweibrücker Landgestüt im kommenden Jahr die Zusammenarbeit mit den Schulen. "Im Umkreis des Gestüts gibt es tausende Schüler", sagt Gestütsgeschäftsführer Heinz Merk. Und die hätten mit Reiten im Landgestüt die Möglichkeit, eine Art von Sportunterricht zu machen, der Schülern aus anderen Regionen so nicht angeboten werden könne. Bereits jetzt gebe es drei Reit-Arbeitsgemeinschaften von Zweibrücker Schulen im Landgestüt. "das wäre weiter ausbaufähig", findet Merk. Nach Angaben des Gestütsgeschäftsführers laufen derzeit Gespräche mit Zweibrücker Schulen über mehr Reitunterricht als Schulsport.