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Landfrauenverein Mittelbach
Adventbasar als Teil einer Erfolgsgeschichte

Anja Dorth, Luisa, Leonie, Susanne Buchmüller und Dagmar Bösel beim Adventsbasar der Mittelbacher Landfrauen im DGH Mittelbach.
Anja Dorth, Luisa, Leonie, Susanne Buchmüller und Dagmar Bösel beim Adventsbasar der Mittelbacher Landfrauen im DGH Mittelbach. FOTO: Margarete Lehmann
Mittelbach. Die Mittelbacher Landfrauen gehen ihren eigenen Weg – und das mit Erfolg. Auch ihr Adventsbasar zeigte wieder, mit wie viel Engagement die Mitglieder zu Werke gehen. Von Peter Fromann

Der Zustand eines Vereins misst sich unter anderem an der Zahl der Mitglieder – und die liegt bei den Mittelbacher Landfrauen bei 190 samt 24 Kindern aus 18 Familien. Landfrauenvereine mit mehr Mitgliedern gibt es kaum im Umkreis. Geht es den Landfrauen also gut? „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagt die Vorsitzende Dagmar Bösel. „Wobei aber sehr viel Arbeit dahinter steckt, denn alle Veranstaltungen müssen von uns in Eigenregie geplant und durchgeführt werden, seit wir vor einem Dutzend Jahren aus dem Kreisverband ausgetreten sind. Dennoch, der Vorstand arbeitet harmonisch zusammen, es funktioniert. Ohne Hilfe und Angebote vom Kreis- und Landesverband heißt das für uns: Endlos planen, telefonieren, schreiben, persönlich vorsprechen, Computerabstürze auffangen, Kilometer um Kilometer fahren und vieles mehr“.

Doch der insgesamt schöne Erfolg beflügelt und macht einfach auch Spaß. Das bewies einmal mehr der Adventsbasar am vergangenen Wochenende. Es herrschte reges Treiben im Dorfgemeinschaftshaus. Die von den Landfrauen selbst gebackenen Kuchen und Torten fanden schnell Abnehmer, das schon traditionelle Hirschgulasch, gespendet von einem Mitglied, das Koch Peter König stets zu Weihnachten zubereitet, schmeckte prima, wie alle Esser versicherten, und die Adventskränze und Adventsgestecke gefielen und wechselten die Besitzer.

Kleinere weihnachtliche Geschenkartikel, die mit viel Geschick und Kreativität gebastelt waren, wurden gern gekauft. Die Einnahmen fließen in die Vereinsarbeit ein. Einen gesonderten Stand hatten die Jugendlichen, die ja zusammen mit ihren Eltern die Zukunft des Vereins gestalten werden, aufgebaut. Seit einem Jahr arbeitet Susanne Buchmüller mit viel Engagement mit den Kindern zusammen.



An Veranstaltungen im laufenden Jahr stehen nur noch am 6. Dezember das „Vereinskaffee“ und die Weihnachtsfeier am 13. Dezember im „Roten Ochsen“ auf dem Programm. Zu beiden Veranstaltungen sind nur Vereinsmitglieder geladen. Das Jahresprogramm umfasste einen medizinischen Vortrag, Struktur von Bauerngärten, Seminare über gesunde Ernährung, das Hoffest bei Dorle und Otto Imhof, einen Ausflug zum Wendelinushof und einiges mehr. „Die Programmgestaltung für das kommende Jahr 2019 ist noch in Arbeit“, sagt Gisela Kahlmeyer, die stellvertretende Vorsitzende.

45 Jahre besteht der Verein schon, noch nie in seiner Geschichte war die Mitgliederzahl so hoch. Er ist ein fester Bestandteil des Dorfgefüges; das schätzt auch Ortvorsteher Kurt Dettweiler und unterstützt die Landfrauen, soweit es in seiner Macht liegt. Insgesamt eine Heile-Welt-Geschichte, zumal der Verein auch schon oft Geld für soziale Belange gespendet hat.