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Bundespräsident kommt nach Zweibrücken und in die Südwestpfalz
Steinmeier-Besuchsprogramm steht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hier beim Tag der offenen Tür in der Villa Hammerschmidt im Garten seines zweiten Amtssitzes) kommt zum ersten Mal in die Region Südwestpfalz.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hier beim Tag der offenen Tür in der Villa Hammerschmidt im Garten seines zweiten Amtssitzes) kommt zum ersten Mal in die Region Südwestpfalz. FOTO: dpa / Henning Kaiser
Zweibrücken/Großsteinhausen. Wirtschaftsstandort Konversionsfläche, Dorfladen, Ernährung und Ehrenamt Thema.

Im Mittelpunkt des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag, 22. Oktober in Zweibrücken, Großsteinhausen, Bottenbach und Rumbach (wir berichteten) „steht der anhaltende Strukturwandel in der Region“. Das teilte am Freitag des Bundespräsidialamt der Presse mit.

Das Staatsoberhaupt besucht zunächst ab 9.30 Uhr den Campus Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern und das benachbarte IT-Unternehmen „Comlet Verteilte Systeme GmbH“. Hochschule wie Comlet stehen auf Konversionsgelände (ehemalige US-Kaserne). Die Mainzer Staatskanzlei, die wie üblich dem Bundespräsidenten Vorschläge für seinen Besuch gemacht hatte, begründete diese Auswahl auf Merkur-Anfrage außerdem damit, dass Comlet „eine innovative Ausgründung von Professoren der Fachhochschule“ sei und „für zukunftsfähige Arbeitsplätze“ stehe, deutschlandweit sind es über 80. „Die enge Verbindung zwischen dem Entwicklungsdienstleister im Bereich Embedded Systems und der Hochschule ermöglicht es, innovative Forschung und industrielle Praxis zu verknüpfen.“

Nach dem Comlet-Besuch folgt an der Hochschule in der Ex-Militär-Kapelle eine Gesprächsrunde zum Thema „Wirtschaftsstandort Konversionsfläche – Situation und Ausblick“, unter anderem mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (die bei allen Stationen Steinmeiers dabei ist) und Hochschul-Präsident Hans-Joachim Schmidt, der Steinmeiers Besuch als „eine ganz außergewöhnlich große Ehre“ für die Hochschule empfindet. Steinmeier werden verschiedene Forschungsprojekte vorgestellt.



Die Nahversorgung im ländlichen Raum ist ab 11.30 Uhr Thema im Dorfladen von Großsteinhausen, „Sonjas Lädchen“.

Ab 12 Uhr stehen in der Grundschule Bottenbach lokale Bildungskooperationen und die Wissensvermittlung zu gesunder Ernährung im Mittelpunkt, konkret das Projekt „Ernährungsführerschein“ des Landfrauenverbands Pfalz.

Ab 16 Uhr informiert sich der Bundespräsident bei einem Rundgang durch Rumbach über Initiativen der Einwohner zur Entwicklung ihres Dorfes und gibt ab 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus einen Empfang für Ehrenamtliche aus der Region, Steinmeier hält eine Ansprache.

Bei seiner Reihe „Land in Sicht – Zukunft ländlicher Räume“ geht es Steinmeier laut Bundespräsidialamt um persönliche Eindrücke „vom Engagement der Menschen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ in den besuchten Regionen, um Entwicklungspotenziale der mittelständischen Wirtschaft, Chancen der Digitalisierung für das Zusammenleben auf dem Land, die Schul- und Betreuungssituation in kleinen Kommunen, flexible Verkehrsinfrastrukturen, umfassende Kulturarbeit sowie eine tragfähige Energie- und Gesundheitsversorgung.

Anflug: Entgegen Gerüchten in Zweibrücker Facebook-Gruppen landet der Bundespräsident nicht in Saarbrücken, sondern in Rheinland-Pfalz, sagten Staatskanzlei und Bundespräsidialamt auf Merkur-Anfrage, verrieten den Landeort (eventuell auch per Hubschrauber) aber aus Sicherheitsgründen nicht.

(lf)