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Land bremst Zweibrücker Schulpläne

 Die Mannlich-Realschule wird - zumindest noch nicht ab 2010/11 - zur Gesamtschule. Foto: pma
Die Mannlich-Realschule wird - zumindest noch nicht ab 2010/11 - zur Gesamtschule. Foto: pma
Zweibrücken/Mainz. In Rheinland-Pfalz können im Schuljahr 2010/11 weitere 17 Integrierte Gesamtschulen (IGS) und 50 Realschulen plus öffnen, teilte gestern Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) mit Von Merkur-Redakteur Lutz Fröhlich

Zweibrücken/Mainz. In Rheinland-Pfalz können im Schuljahr 2010/11 weitere 17 Integrierte Gesamtschulen (IGS) und 50 Realschulen plus öffnen, teilte gestern Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) mit. Nicht dabei ist Zweibrücken - obwohl die Stadt beantragt hatte, die Mannlich-Realschule und die Schiller-Hauptschule zur IGS zu fusionieren sowie die Hauptschulen Nord und Mitte zur Realschule plus.Das Bildungsministerium ist mit den vom Zweibrücker Schulamt eingereichten Unterlagen nicht zufrieden. "Die Stadt hat aber die Möglichkeit, bis Ende September auf der Basis eines weiterentwickelten Gesamtkonzepts neue Anträge für das Schuljahr 2010/11 vorzulegen", schreibt Ministeriumssprecher Wolf-Jürgen Karle. Der "Klärungsbedarf" beziehe sich auf eine ganze Reihe von Punkten: "das Gesamtkonzept der Stadt und dessen Übereinstimmung mit den landesweiten Zielvorgaben", die "derzeitige Standortauswahl", "die Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Schülerzahlen", ein "ausgewogenes Angebot zwischen integrativen und kooperativen Angeboten", dies auch unter "Berücksichtigung der Schulentwicklungsplanung des Umlandes". Hierzu verweist der Wahlkreis-Landtagsabgeordnete Fritz Presl (SPD) auf die fehlende Abstimmung Zweibrückens mit dem Landkreis wegen der bereits nach den Ferien startenden IGS Contwig. Presl ist aber dennoch zuversichtlich: "Es wäre wichtig, wenn wir alle Angebote in Zweibrücken hätten. Die Schülerzahlen stimmen ja." Hat die Stadtverwaltung beim Antrag geschludert? Presl: "Ich will keine Schuldzuweisungen machen und auf dem Schuldezernenten herumhacken - aber die müssen das verantworten." Das Ministerium sage, die Gespräche mit Zweibrücken seien "nicht so leicht" gewesen.

Stadt-Schuldezernent Rolf Franzen (CDU) antwortete gestern nicht auf eine Merkur-Anfrage. Bei der Antragsverabschiedung im Februar hatte Franzen gesagt, "dass Schülern und Eltern eine Hängepartie bis 2013" (letztmögliches Datum zur Abschaffung der Hauptschulen) "nicht zuzumuten" sei. Zuvor hatte sich das Ministerium verärgert über den Ausstieg Zweibrückens aus der regionalen Schulentwicklungsplanung gezeigt, nachdem der Stadtrat die Landesregierung aufgefordert hatte, die IGS Contwig zu blockieren.