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Neue Ausstellung
Natur und Straße meisterhaft festgehalten

 Wolfgang Schlachter und Kurt Becker werfen mit ihren Fotografien einen Blick auf die Natur und das wahre Leben.
Wolfgang Schlachter und Kurt Becker werfen mit ihren Fotografien einen Blick auf die Natur und das wahre Leben. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land lädt in Kooperation mit dem Kunstverein Zweibrücken alle Interessierten noch bis zum 31. Juli zur Ausstellung „Gesehen! Natur und Straße“ – Fotografien von Kurt W. Becker und Wolfgang Schlachter ein. Von Cordula von Waldow

Tanz spielen die Sonnenstrahlen in den Baumblättern. Mächtige Baumstämme offenbaren ihre Stärke, geben ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit. Die Schönheiten der Natur mit ihren Lichtreflexen hat Wolfgang Schlachter fotografisch eingefangen. In der neuen Ausstellung des Kunstvereins Zweibrücken in Kooperation mit der Verbandsgemeindeverwaltung Zweibrücken-Land, Landauer Straße 18-20, offenbart der Zweibrücker, dass er ein begnadeter Fotograf ist.

Märchenhaft hat er das vielfältige Schauspiel, das der Wald rund um die Fasanerie wie auch Wälder in Südfrankreich bieten, eingefangen und durch seine Bearbeitung wirkungsvoll in Szene gesetzt. In Schwarz-Weiß, was die Kontraste zwischen Licht und Schatten noch stärker zur Geltung bringt. Bilder, die Leben und Energie ausstrahlen. Farbenprächtig leuchten etwa der Fingerhut oder das Mohnfeld auf Fotografien von der Höhe der Weißen Trisch zwischen Zweibrücken und Homburg.

Die sanften, berührenden Sonnenuntergänge und den Meeresstrand hat Wolfgang Schlachter in der Bretagne in Frankreich aufgenommen und am heimischen PC vollendet.



„Gesehen – Natur und Straße“ lautet der Titel der zweigeteilten Ausstellung. So nimmt der stellvertretende Vereinsvorsitzende, Kurt Becker, die Betrachter im Obergeschoss mit auf eine Reise um die Welt und Begegnungen mit Menschen. Momentaufnahmen, Lebenssituationen spiegeln seine – ebenfalls wirkungsvoll in schwarz-weiß – gehaltenen Aufnahmen. Straßenkinder, die in vielen südlichen Ländern leben, Fahrradfahrer, Fensterblicke, die Frau auf der Treppe, die ihr Gesicht in den Händen verbirgt. Dem 67-jährigen Fotokünstler aus Einöd geht es nach eigener Aussage nicht darum, den Ort abzubilden, sondern den Blick auf Menschliches zu lenken, Emotionen zu wecken, die den Betrachter zu fordern, ihn sogar herauszufordern, seine eigene Geschichte zu einem Bild zu erzählen.

Beeindruckend auch die Fotografie von einer Wiener U-Bahnstation mit ihren Säulen um Mitternacht. „Wirklich sehen, in Verbindung mit Verstehen, weckt Empatie, die sogenannte Herzensvernunft“, betonte der Vereinsvorsitzende, Jürgen Ecker, bei der Vernissage mit mehr als 50 Interessierten. Das Leben passiere an den Rändern, dem Bürgersteig, dem Fenster, dem Meeresstrand. Stellvertretend für die beiden Künstler lud er das Publikum ein: „Lassen Sie sich ein auf Begegnungen mit der Natur, den Menschen, den Augen-Blicken, diesen Fotografien.“