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Kita-Finanzierung
Kunstprojekt sichert Stadt Zweibrücken Fördergelder

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Symbolfoto FOTO: dpa / arifoto UG
Zweibrücken. Damit der Umbau über das Projekt Soziale Stadt gefördert werden kann, wurde eine 22 000 Euro teure Kunst-Installation  in Auftrag gegeben.

Der Kindergarten Sonnenschein in Bubenhausen wird derzeit umgebaut und erweitert. Ende des Jahres ziehen die Kinder wieder zurück in das erneuerte Gebäude an der Hohlstraße. „Auf ein Neues“ heißt auch die Kunstinstallation im Eingangsbereich des Kindergartens.

„Das Gebäude wird im Rahmen des Projekts Soziale Stadt zu 80 Prozent gefördert“, erklärte Bürgermeister Christian Gauf (CDU) in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Deshalb müsse ein Teil der Baukosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro für Kunst am Bau verwendet werden. Dabei habe man sich für die Installation der Künstlerinnen Sabrina Geckeis und Judith Walz entschieden, sagte Jörg Müller vom Zweibrücker Bauamt.

Mit den überdimensionalen Bauklötzen orientierten sich die Künstlerinnen an der Erfahrungswelt der Kinder, erläuterte Müller das Kunstwerk. Dazu dienten die Bauklötze aus Holz auch als Sitzmöglichkeit. „Mir gefällt es“, meinte Evelyne Cleemann (CDU). „Mit Bauklötzchen spielen die Kinder.“ Das Gremium stimmte dem etwa 22 000 Euro teuren Kunstwerk zu.



Die Erweiterung und der Umbau der Kita Sonnenschein steht auch auf der Liste der Maßnahmen, die das Zweibrücker Jugendamt in diesem Jahr umsetzt. Dazu noch die Schaffung von 20 Regelplätzen in einer provisorischen Gruppe bis zur Fertigstellung des Kindergartens „Hand in Hand“. Am Kindergarten in Mörsbach wird durch einen Anbau Raum für eine Krippengruppe für zehn Kinder unter drei Jahren geschaffen.

Im kommenden Jahr ist nach dem Plan des Jugendamtes geplant, an der Ontariostraße ein Ausweichquartier für die Kinderkrippe Klitzeklein herzurichten. Die Krippe muss aus den von der Awo gemieteten Räumen ausziehen. Längerfristig soll die Gruppe in einen neuen Kindergarten einziehen.

Der neue Kindergarten werde wohl nicht vor 2020 fertig sein, sagte der kommissarische Jugendamtsleiter Jörg Klein auf die Frage von Gertrud Schanne-Raab (Grüne), wie die Perspektive sei, den Bedarf für Kindergartenplätze zu erfüllen. Nach Aussage Kleins werde nicht nur für die Krippe, sondern auch für Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren eine neue Einrichtung benötigt.  In der Einrichtung „Kleine Welt“ an der Canadastraße werden durch Umbau der Räumlichkeiten in der Canadaschule zusätzliche Plätze geschaffen. Im Kindergarten an der Johann-Schwebel-Straße werden durch Umbau der Räumlichkeiten und Umwandlung von Gruppen zwölf Plätze für unter dreijährige Kinder geschaffen.

„Es ist gut, dass mehr Plätze geschaffen werden. Wie sieht es mit dem Personal aus?“, fragte Pervin Taze. Es liefen ständig Ausschreibungen, erklärte Klein. Aber die Stadt bilde in den eigenen Einrichtungen auch ständig junge Erzieherinnen aus.

Die Erzieherinnen seien nach der Vorlage des Kommunalberichts des Landesrechnungshofs „sehr verärgert“ gewesen, sagte Hanne Krauskopf (SPD), Leiterin des Kindergartens Weizenkorn in Niederauerbach. „Wir sind sehr stark belastet und können die Feststellungen nicht nachvollziehen. Der Landesrechnungshof hat in seinem Bericht gemeint, dass im Land jährlich 220 Millionen Euro bei den Kindergärten eingespart werden könnten. Es gebe einen Personalüberhang (wir berichteten).

Auch das Zweibrücker Jugendamt widersprach in einer Stellungnahme dem Bericht des Landesrechnungshofes. Richtig sei lediglich, wie Klein sagte, dass „die dynamische Entwicklung der Ausgaben (für Kindergärten) zu Lasten der Kommunen erfolgt“.