| 23:24 Uhr

Überdimensionale Bauklötze geschaffen
Kunst zum Anfassen in der Kita Sonnenschein

Die Kinder freuen sich über die Kunst, die für sie geschaffen wurde – große, bunte Bauklötze, die sich zum Spielen eignen. Links die Künstlerin Judith Walz. 23 300 Euro kostete die Installation mit den 26 Bauklötzen.
Die Kinder freuen sich über die Kunst, die für sie geschaffen wurde – große, bunte Bauklötze, die sich zum Spielen eignen. Links die Künstlerin Judith Walz. 23 300 Euro kostete die Installation mit den 26 Bauklötzen. FOTO: nlg
Bubenhausen. Bei Umbau der Kita wurde auch an Kunst gedacht: Große Bauklötze verleiten zum Spielen. Von Nadine Bröcker

In das Projekt „Soziale Stadt - Entlang des Hornbachs- Breitwiesen“ wurde auch die Kita Sonnenschein in Bubenhausen mit eingebunden. Sie ist mittlerweile das erste Projekt, das nahezu umgesetzt ist.

Gerade wurde der Umbau und die bauliche Erweiterung abgeschlossen, die Außenanlage ist angelegt und als Schlusspunkt wurde am Freitag das Projekt „Kunst am Bau“ installiert und übergeben. Die Kosten für die Erweiterungen und den Umbau betrugen rund 1,1 Millionen Euro, gefördert mit einem Zuschuss von 80 Prozent. „Zwei Prozent dieser Summe müssen nach gesetzlichen Vorgaben für die Kunst am Bau verwendet werden, also rund 22 000 Euro. Die Wahl zur künstlerischen Realisierung fiel auf Sabrina Geckeis und Judith Walz, die solche Projekte schon öfter umgesetzt haben. „Wir arbeiten ortsspezifisch“, erklärte Judith Walz. Das bedeutet, dass sie sich zuerst die Gegebenheiten vor Ort ansehen und sich dann ein Konzept überlegen. Bei der Kita Sonnenschein stellten die beiden Künstlerinnen schnell fest, dass der Außenbereich eigentlich schon komplett mit anderen Dingen belegt war. So fiel die Wahl auf den Eingangsbereich. „Auf ein Neues!“ nennt sich ihre Installation, die vor allem auch darauf abzielt, dass sie auch benutzt und nicht nur betrachtet werden darf. Überdimensional große Bauklötze sind es geworden, die vom Gebäude der Kita in den Eingangsbereich purzeln und dort liegen bleiben. Manche sind fest verschraubt, andere können zum Bauen und Stapeln verwendet werden. Sie können aber auch umfunktioniert werden, beispielsweise als Sitzgelegenheit. Immer wieder aufbauen, zerstören, neues ausprobieren, „ein Spiel zwischen Ordnung und Chaos“ wie die Künstlerinnen beschreiben – das ist die Botschaft hinter der Installation. Bauklötzchen sind zudem allen Kindern vertraut, wenn auch nicht in der Größe dieser 26 Stück.

Ein gutes halbes Jahr, erklärte Judith Walz, habe der ganze Entstehungsprozess gedauert. Gekostet hat die Installation am Ende 23 300 Euro.