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Heimatfreunde
„Kunst in der Fabrik“ mit 35 Ausstellern

Maler Hans Thiel und Franziska Keller vom Kulturstammtisch.
Maler Hans Thiel und Franziska Keller vom Kulturstammtisch. FOTO: Verein
Bebelsheim. Über 70 Besucher bei der Vernissage von Hans Thiel in der alten Bebelsheimer Schuhfabrik

() Der Verein der Heimatfreunde Bebelsheim organisierte kürzlich eine Vernissage mit Bildern von Hans Thiel. Erstmals fand die Ausstellung in den Vereinsräumen statt. 16 Gemälde des Hobbymalers zeigten die Sagen, Legenden und besonderen Erzählungen, die sich in Bebelsheim zugetragen haben sollen.

Und unter genau diesem Thema – Sagen, Legenden und Erzählungen rund um Bebelsheim – stand auch die Ausstellung. Laudatorin Franziska Keller betonte: „In den vergangenen 14 Jahren hat Hans Thiel bereits 15 Ausstellungen mitgestaltet. Aus unserer Heimat sind nach verschiedenen Quellen – unter anderem der Pfarrchronik – aber auch aus mündlichen Überlieferungen und Tagebüchern immerhin 16 Erzählungen bekannt. Das hat uns dazu bewogen, eine Veröffentlichung der besonderen Art zu diesem Thema aufzulegen.“ Die meisten der Erzählungen sind etwa um die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Französischen Revolution oder um 1900 zu verorten und spiegeln somit wichtige historische Eckpunkte in einem lokalen und regionalen Blickwinkel wieder.

Die Sagen, Legenden und Erzählungen haben die Heimatfreunde sowohl in einem Kalender, als auch in einer Broschüre veröffentlicht. Beides kann während der Öffnungszeiten des Archivs (montags 18 bis 20 Uhr) erworben werden.



Daneben war auch noch Platz für Skulpturen, für ein Café und ein musikalisches Rahmenprogramm; letzteres gestaltet von Marion Kaufmann, die sowohl ihre Kunst ausstellte als auch Saxofon spielte und sang.

Erwin Büch aus Bübingen etwa meinte: „Die Vielseitigkeit hier ist der Wahnsinn. Holz, Malerei, Fotografie, Skulpturen“. Der Musiker Bernd Russy war aus Niederbexbach gekommen. Ihn hatte es einfach interessiert, dass es in Schwarzenacker eine alte Schuhfabrik gibt. Aber auch die bildende Kunst hatte es ihm angetan: „Das ist tolles Material hier und sehr variantenreich, das gefällt mir gut.“

Insgesamt 35 Künstler konnten am Samstag und Sonntag ausstellen, alle Mitglieder des Kulturstammtischs. Eine von ihnen, Birgit Heil, hatte die Projektleitung übernommen. „Ich habe im vergangenen Jahr in Blieskastel ausgestellt, da kamen Oliver Werner und Christina Lentes auf mich zu, weil sie eine Räumlichkeit hätten.“ Nachdem sich der Vorstand des Vereins ein Bild vom Gebäude gemacht hatte, wurde der Plan „Kunst in der Fabrik“ umgesetzt.

Vorsitzender Karl-Heinz Hillen dankte in seiner Ansprache zur Eröffnung neben Heil auch der Helferin Stephanie Birster. Außerdem meinte er schlussendlich launig: „Sie können hier Kunst kaufen, das ist eine ganz tolle Gelegenheit – direkt ab Fabrik.“