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Sarina Wolf und Bärbel Grub-Hapke
Nordseefeeling in der Westpfalz

 Bärbel Grub-Hapke und Sarina Wolf (v.l.) laden in der Himmelsbergkapelle zu einer virtuellen Reise nach Sylt.
Bärbel Grub-Hapke und Sarina Wolf (v.l.) laden in der Himmelsbergkapelle zu einer virtuellen Reise nach Sylt. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Zu einem Kunst- und Meer-Erlebnis laden die Zweibrücker Autorin Sarina Wolf und die Künstlerin Bärbel Grub-Hapke ein. Sie bereichern den Veranstaltungszyklus „Kultur in der Himmelsbergkapelle“ um ein neuartiges Format. Von Cordula von Waldow

Am Freitag, 15. März, liegt die Zweibrücker Himmelsbergkapelle direkt am Meer. Das Rauschen der Brandung, Mövenschreie, das Tosen des Windes und vor allem die Gedanken und Gefühle, das es bei den Menschen auslöst, lassen sich in einem außergewöhnlichen, ganzheitlichen Kunstgenuss erleben.

Um 19 Uhr stellt die Zweibrücker Autorin Sarina Wolf unter dem Motto „einfach mehr Meer“ ihre „Sylter Strandkorbgeschichten“ vor. Die Lehrerin an der Herzog-Wolfgang-Realschule plus eröffnet an diesem frühen Termin mit ihrem neuen Buch nicht nur den Vorsommer auf ihrer Sehnsuchtsinsel. Als bekennende Wahlsylterin ist sie dort das ganze Jahr über gerne zu Hause, auch in ihrer schriftstellerischen Fantasie. Sie wird aus ihrem Strandkorb, den sie an diesem Abend bewohnt, Erlebtes, Ersehntes und Erdachtes von der Nordseeküste erzählen.

Als roter Faden setzt sie dabei Mensch und Meer in Beziehung. Das Nordseefeeling wird verstärkt durch die Bilder der Zweibrücker Künstlerin Bärbel Grub-Hapke. Acht Jahre lang gehörte sie zu den tragenden Säulen der Zweibrücke Künstlervereinigung Prisma. Aus ihrem reichen Fundus an Meerbildern, haben die beiden Künstlerinnen große und kleine Werke ausgewählt, die die Stimmung aus Sarina Wolfs Geschichten visualisieren, ohne dabei das persönliche Kopfkino zu behindern.



Im Gegenteil: „Wir beziehen den gesamten Kirchenraum dieser charismatischen Kapelle mit ein“, versprechen die beiden ein „ganz neues, ganzheitliches Kunst- und Nordseeerlebnis“, mitten in der Westpfalz. „Die Besucher dürfen gespannt sein“, freut sich Wolfgang Ohler, der stellvertretende Vorsitzende des gastgebenden Fördervereins „Kultur in der Himmelsbergkapelle“, der das Duo eingeladen hat. Sarina Wolf und Bärbel Grub-Hapke sind beide begeistert von dem Kunstraum, den der Verein dort geschaffen hat. „Mein Onkel hat die Himmelsbergkapelle gebaut. Ich freue mich, wenn ich zu ihrem Erhalt beitragen kann“, sagt die studierte Innenarchitektin Grub-Hapke.

Bei einer gemeinsamen Freundin entdeckten die beiden Frauen, die bereits im Rahmen der Schulprojekte „Demokratie leben“ harmonisch und erfolgreich zusammengearbeitet haben, ihre gemeinsame Liebe zum Meer und ihren unterschiedlichen, künstlerischen Umgang mit Wind und Wellen. „Das Meer ist alles, was Ruhe bedeutet“, sinniert Bärbel Grub-Hapke, deren Werke vor allem in den Tönen weiß und blau gespachtelt sind und dennoch ganz unterschiedliche Stimmungen spiegeln.

Für Sarina Wolf, die als Künstlernamen ihren Mädchennamen Keller verwendet, bedeutet das Meer „eine ungeheure Energiequelle“. Auftanken, die Seele baumeln lassen, auf virtuelle Reise gehen, sich erholen und gleichzeitig inspirieren lassen – dazu laden sie die Besucher bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt ein.

Wolfgang Ohler ergänzt: „Wie immer, wird für den Einlass keine Kurtaxe erhoben, dafür endet der Abend mit einer freiwilligen Spende für den Verein.“