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Kosten-Nutzen-Analyse für S-Bahn ist noch in Arbeit

Zweibrücken. "Die Kosten-Nutzen-Untersuchung wird bis Ende des Jahres vorliegen. Sie ist noch in Arbeit", erklärt der Sprecher des rheinland-pfälzischen Infrastrukturministeriums, Joachim Winkler. Bis dahin könne das Ministerium keine Aussage zur Verlängerung der S-Bahn nach Zweibrücken machen.Die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer (CDU ) hat in Gesprächen mit dem Verkehrsministerium des Bundes erfahren, dass der Bund dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber stehe und Investitionsmittel im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes "in Aussicht" stelle (wir berichteten). Sid-Mitarbeiter Andreas Frank

Allerdings unter der Voraussetzung dass die Gesamtwirtschaftlichkeit nachgewiesen wird und sich die Länder auf eine Finanzierung einigen.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Ministeriumssprechers gebe es aktuell keine Gespräche der beiden Bundesländer über die Finanzierung des Vorhabens. Winkler: "Auch diese Gespräche können wir erst führen, wenn die Untersuchung vorliegt." Auf dem Ergebnis würden die Gespräche aufbauen. Winkler wiederholt noch einmal das vom früheren Ministerpräsidenten Kurt Beck gemachte Angebot, dass Rheinland-Pfalz bereit sei, sich an den saarländischen Kosten zu beteiligen. 60 Prozent zahlt der Bund, der Rest kommt aus den Ländern. Zuletzt wurde von Kosten zwischen 21 und 25 Millionen gesprochen.

Neben Anita Schäfer, die in Berlin aktiv wurde, hat in dieser Woche der Landtagsabgeordnete Fritz Presl (SPD ) gefordert, dass nach dem Flughafen-Aus das S-Bahn-Projekt "schnell und mit Energie" angegangen werden müsse. Peter Schehl von den Zweibrücker Schienenfreunden und der Initiative 2015 freut sich über die Unterstützung der Politiker aus der Region. "Daran gab es aber auch nie einen Zweifel." Die Frage sei, welches politisches Gewicht die Politiker aus der Region in Berlin oder Mainz hätten.

"Der Sieg hat am Ende viele Mütter und Väter", meint Schehl. Ihm sei es egal, wer am Ende im ersten Wagen fahre, "Hauptsache die S-Bahn fährt". Auch er wartet auf die Untersuchung. "Es wird Zeit, dass da endlich etwas herauskommt." Das Thema ziehe sich schon viele Jahre hin. Schehl hofft, dass bei der Bewertung der Untersuchung neben harten Faktoren auch "weiche Faktoren" beachtet werden.