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Kosten für Bahn-Reaktivierung werden 2012 ermittelt

Zweibrücken. Was es kostet, die Bahnstrecke von Zweibrücken nach Homburg zu reaktivieren, wird 2012 ermittelt. Das hat der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling auf dessen Sachstandanfrage jetzt mitgeteilt, erklärte Stadtsprecher Heinz Braun gestern

Zweibrücken. Was es kostet, die Bahnstrecke von Zweibrücken nach Homburg zu reaktivieren, wird 2012 ermittelt. Das hat der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling auf dessen Sachstandanfrage jetzt mitgeteilt, erklärte Stadtsprecher Heinz Braun gestern. Dabei wird ermittelt, was zum einen die Infrastruktur mit dem Lückenschluss der Gleise und der Haltepunkte kosten wird. Zum anderen sollen die Kosten für den Betrieb berechnet werden. Laut VRN sind sich die beiden zuständigen Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland über eine Planungsvereinbarung "so gut wie einig". Das Papier müsse noch unterzeichnet werden. Die Planungsvereinbarung werde dann der Deutschen Bahn übergeben. "Die ist für die Vorplanung und Kostenschätzung der Infrastrukturmaßnahmen zuständig. Die Bahn muss auch die Weichen für die Finanzierung stellen", so Braun. Über die Betriebskosten wird die Ausschreibung des Bahnbetriebs im VRN-Bereich Aufschluss geben. Bis Ende 2015 läuft der derzeitige Vertrag mit dem Betreiber. Die Ausschreibung wird nach VRN-Angaben derzeit noch erstellt. Dazu seien noch einzelne Gutachten von der Auftraggeberseite zu erstellen, weil es derzeit noch Probleme bei geplanten Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Vorderpfalz gebe. So sei derzeit beispielsweise noch nicht klar, ob geplante Projekte zum Zeitpunkt des neuen Vertrages fertiggestellt sein werden. Bis Mitte 2012 soll die Ausschreibung aber erfolgt sein, teilt der VRN Oberbürgermeister Reichling mit.Die Strecke Zweibrücken-Homburg ist als Option bei der Ausschreibung vorgesehen, betont der VRN. Die S-Bahn hat derzeit in Homburg einen Aufenthalt, um dann fahrplangemäß wieder Richtung Vorderpfalz zu fahren. Diese Zeit würde genügen, um auch Zweibrücken ans S-Bahn-Netz in der Pfalz anzubinden. Voraussetzung für eine solche Lösung wäre, dass nicht nur die Schienenlücke bei Einöd geschlossen, sondern auch die Bahnstrecke von Zweibrücken nach Homburg elektrifiziert werden müsste.

Ein Gutachten vor wenigen Jahren hat die Reaktivierung dieser Bahnstrecke als volkswirtschaftlich sinnvoll bewertet. red