| 21:20 Uhr

Kontrastbühne für Integration Behinderter
Mundstuhl-Auftritt mit Zeichen für gelebte Inklusion

 Auf „Flamongos“-Tour diesen Samstag in der Zweibrücker Festhalle: das hessische Comedy-Duo „Mundstuhl“.
Auf „Flamongos“-Tour diesen Samstag in der Zweibrücker Festhalle: das hessische Comedy-Duo „Mundstuhl“. FOTO: Mundstuhl
Zweibrücken. Das Comedy-Duo Mundstuhl gastiert im Rahmen seiner „Flamongos“-Tour diesen Samstag, 18. Januar, ab 20 Uhr in der Zweibrücker Festhalle (wir berichteten). Der veranstaltende Zweibrücker Verein „Kontrastbühne e. V.“ teilt mit, dass er dabei auch ein Zeichen für Inklusion setzen will.

In Rücksprache mit den Künstlern von Mundstuhl schenkt der gemeinnützige Verein dem Internationalen Bund und der Heinrich-Kimmle-Stiftung in Zweibrücken „jeweils zehn Freikarten, um besonderen Menschen in unserer Mitte ein besonderes Erlebnis zu vermitteln“, schreibt der Vorstand: „Mit diesem Projekt wollen wir in Zweibrücken ein weiteres Zeichen setzen. Menschen mit einer Behinderung müssen in unserer Mitte aufgenommen und nicht ausgegrenzt werden. Jüngste Meldungen aus Zweibrücken beschäftigen sich mit einem oder besser KEINEM Durchgang von einem Wohnheim in der Steinhauser Straße durch ein Wohngebiet. Inklusion sieht anders aus!!! Inklusion muss laut sein!“ Kreative Aktionen wie unsere wecken das Bewusstsein und bleiben im Gedächtnis. Denn: Nur wer laut ist, wird auch gehört!“

Der Vorstand erinnert: „Als der Verein Kontrastbühne 2009 gegründet wurde, hat „unser (überraschend am 13.05.2018 im Alter von nur 48 Jahren verstorbenes) Mitglied Jürgen „Hille“ Hillenbrand sehr schnell die Problematik erkannt, mit welcher behinderte Menschen konfrontiert werden, um ebenfalls problemlos an Veranstaltungen und Konzerten teilzunehmen. Ihn verband eine besondere Freundschaft zu Ron Paustian von ,Inklusion muss laut sein!’ (www.i-m-l-s.com) und vermittelte in seinem Sinne auch diese Aktion bei Veranstaltungen im Bereich Zweibrücken.“ Dieses „Erbe“ von Hillenbrand werde beim Mundstuhl-Auftritt nun im Sinne von Ron Paustian weitergeführt.“ Im Vordergrund stehe nicht Mitleid, sondern Spaß an einer Welt, an der alle gleichberechtigt teilhaben.

„Auch sei die Bemerkung erlaubt, dass durch die Mithilfe dieser behinderten Menschen auch jeder Besucher und Teilnehmer des Zweibrücker Weihnachtsmarktes bereits davon profitierte und künftig auch weiter davon profitiert, da genau diese Menschen helfen, seit 2018 jedes Jahr den Zweibrücker Weihnachtsmarkt auf- und wieder abzubauen“, hebt der Kontrastbühne-Vorstand weiter hervor.



An der Abendkasse in der Festhalle gibt es noch Restkarten zu kaufen.