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Kommunalwahlen
Eine Rosskur für die SPD

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Einen Generationenwechsel haben die Sozialdemokraten am Donnerstagabend eingeleitet. Dass die beiden altgedienten Mitglieder Elke Streuber und Wolfgang Ohler nicht mehr auf der Kandidatenliste für die Kommunalwahlen im Mai 2019 stehen, ist die größte Zäsur.

Streuber war Platz 8 zugedacht worden, Ohler Platz 13. Damit waren sie nicht einverstanden und zogen sich ganz zurück. Andere „alte Hasen“ wie Walter Rimbrecht (Platz 13) oder Hedi Danner (14) akzeptierten hingegen, dass sie beim Konzert der Parteifreunde nicht mehr auf den vorderen Rängen sitzen.

Fraktionschef Stéphane Moulin hat seiner Partei eine Rosskur verpasst. Auf den ersten zehn Plätzen sechs Neulinge – das ist eine Ansage an den Wähler. Die frischen Gesichter sollen die jungen Bürger überzeugen, beziehungsweise, diese dazu bringen, überhaupt erst die Wahlkabine aufzusuchen.

Ein Generationenwechsel ist immer schmerzhaft – für die älteren Semester. Es tut weh, signalisiert zu bekommen, nicht mehr so gefragt zu sein. Menschlich nachvollziehbar also, dass Elke Streuber und Wolfgang Ohler abdankten.



SPD-Fraktionschef Moulin setzt darauf, dass der Wähler die Frischzellenkur belohnt. Und er setzt für Mai 2019 auf die Geschlossenheit, die seine Partei bereits beim erfolgreichen Kampf um den Posten des Oberbürgermeisters zeigte.