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Grundschule Maßweiler
Klimaschutz ganz einfach erklärt

An der Grundschule Maßweiler haben die Viertklässler vergangene Woche ganz viel über Klimaschutz, Erderwärmung und deren Vermeidung gelernt.
An der Grundschule Maßweiler haben die Viertklässler vergangene Woche ganz viel über Klimaschutz, Erderwärmung und deren Vermeidung gelernt. FOTO: David Oliver Betz
Maßweiler. Viertklässler der Grundschule Maßweiler haben Besuch von der Kinderklimaschutzkonferenz bekommen und dabei so einiges über ihre Umwelt erfahren. Von David Oliver Betz

Mit Mona Dellbrügge ist am Donnerstag eine waschechte Klimaexpertin an der Grundschule in Maßweiler zu Gast gewesen. Sie hat mit der vierten Klasse das Thema Klimaschutz und Erderwärmung an einem Projekttag erarbeitet. Hilfe gab es dabei von Maskottchen Kuno, dem Eisbär.Klimaschutz ist wichtig. Deshalb lernen schon Kinder, wie man schädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) vermindert und warum das so wichtig ist. In Maßweiler war gestern nach 2015 bereits das zweite Mal das Projekt Kinderklimaschutzkonferenz zu Gast. Sehr anschaulich und mit pfiffigen Experimenten haben die Kinder dabei spielerisch gelernt, warum beispielsweise der Weg zu Schule zu Fuß schon helfen kann, dass die Fidschi-Inseln nicht untergehen. Früh übt sich also, wer in der globalen Welt zurecht kommen will.

Die Sache ist ja eigentlich auch ganz einfach: Weil die Menschen so viele Maschinen erfunden haben, die das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid ausstoßen, wird die Erde immer wärmer. Dadurch schmilzt das Eis an Nord- und Südpol. Das hat zuerst einmal für den armen Kuno große Auswirkungen, denn je weniger Eis am Nordpol ist, desto geringer sind seine Überlebenschancen. Doch nicht nur Eisbären leiden unter der Erderwärmung, ganze Inselgruppen und Küstengebiete sind akut bedroht.

Dellbrügge erklärt diese Zusammenhänge ganz kindgerecht. So wird die Erderwärmung sehr anschaulich gemacht: Im Sitzkreis spielt Moritz die Erde. Für jede Erfindung, die die Klassenkameraden nennen, die zur weiteren Erderwärmung führt, bekommt er eine weitere Jacke übergestreift. Am Ende schwitzt Moritz ganz schön.



Bei einem chemischen Experiment stellen die Kids dann selbst den Zusammenhang her. Dazu wird ein Luftballon, gefüllt mit Backpulver, über eine Essigflasche gestülpt. Als das Pulver in den Essig rieselt, gibt es eine heftige Reaktion, wird freigesetzt und der Luftballon pumpt sich wie von Geisterhand auf.

„Es geht bei dem Projekt nicht nur um Klimaschutz“, erklärt Dellbrügge. „Es geht auch darum, die MINT-Fächer, also den naturwissenschaftlichen Bereich, zu stärken, Interesse zu wecken.“ Das gelingt offenbar gut. Denn die Kinder kleben an ihren Lippen, machen mit und sind mit viel Eifer dabei. Jeder und jede will antworten, Dinge vormachen. Das Projekt funktioniert. „Ziel ist natürlich auch, die Kinder als Multiplikatoren in die Gesellschaft zu bringen. Die sagen dann zuhause auch mal, wenn irgendwo Energie verschwendet oder unnötig gefahren wird nach so einem Tag“, berichtet Dellbrügge schmunzelnd.

Schulleiterin und Klassenlehrerin Carmen Arnold ist ebenso begeistert. „Schon vor drei Jahren hat uns das sehr gut gefallen. Deshalb haben wir uns auch gleich wieder beworben, als dieses Jahr die Neuauflage angeboten wurde. Dass wir wieder ausgewählt wurden, ist natürlich umso schöner.“

Dann ist Pause und die Kinder toben und spielen im Hof. Denn dabei muss keine Energie gespart werden, die Kinder dürfen Gas geben.