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Schulleiter nimmt Abschied
Klaus Weber geht in Pension

Klaus Weber geht zum Ende des Schuljahres in den verdienten Ruhestand.
Klaus Weber geht zum Ende des Schuljahres in den verdienten Ruhestand. FOTO: Margarete Lehmann
Wattweiler. 19 Jahre leitete er die Mauritiusschule. Sie war Dreh- und Angelpunkt für den gebürtigen Walsheimer. Von Peter Fromann

In Walsheim wurde Klaus Weber 1954 geboren, in Wattweiler verbrachte er die längste Zeit seines Berufslebens, insgesamt 37 Jahre. Er begann 1981 als Förderschullehrer an der Mauritiusschule in Wattweiler, seit 1999 war er bis zum heutigen Ruhestand deren Schulleiter. „Es war ein erfülltes Leben“.

In Walsheim befindet sich das „Haus Sonne“, eine Einrichtung der Behindertenhilfe. „Schon früh wurde ich dadurch auf die Arbeit mit Behinderten aufmerksam. Meine Zivildienstzeit 1973-1974 habe ich dort abgeleistet. Das überzeugte mich, dass Förderschullehrer der richtige Beruf für mich sein sollte.“ Bis 1961 besuchte er die Grundschule in Walsheim, anschließend das Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel, 1973 folgte die Reifeprüfung. 1974 bis 1979 Studium Lehramt für Förderschulen in Landau und Mainz. 1980-1981 Referendarzeit an der Sonderschule für Geistig Behinderte und Sonderschule für Sprachbehinderte in Idar-Oberstein. Seit 1981 Förderschullehrer in Wattweiler. „Zwischenzeitlich studierte ich an der Uni Kaiserslautern „Schulleitung: Qualitätsmanagement und Schulentwicklung als Leitungsaufgabe“. Die Mauritiusschule ist heute auch ein Förder- und Beratungszentrum SW-Pfalz. Das beinhaltet beratende Funktion an Schulen in der Umgebung.

Jetzt aber ist für ihn damit Schluss. Mehr und mehr tritt die Freizeit in den Vordergrund, die gestaltet werden will. Doch damit hat Klaus Weber keine Probleme. „Zum einen will ich mich meiner Familie ausführlicher widmen“. Die Ehefrau, drei Kinder und drei Enkel erweitern den engsten Familienkreis. Künstlergene haben die Eltern weiter vererbt und auch das Interesse an der Arbeit mit behinderten Menschen. Darüber hinaus ist Klaus Weber sportlich. Dem Marathonlauf widmet er gern viel Zeit. Reisen in die weite Welt stehen ebenfalls auf dem Programm. „Und die Weiterbildung in Fremdsprachen, vor allem Englisch und Französisch, will ich vorantreiben“. Tanzen, Schwimmen und Kochen als Ausgleich brauchen auch Zeit und Engagement. „Ich glaube, der ja wirklich dicht besetzte Tagesablauf braucht wie bisher beinahe einen Stundenplan“, sagt er lachend. Lebenslust hat ihn bis hierher geleitet. So soll es weiter gehen, wünscht sich der Pensionär. Der Gesundheitszustand gibt grünes Licht.