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Bis zur Zweibrücker Oberbürgermeister-Wahl am 23. September stellt der Pfälzische Merkur den Kandidaten wöchentlich eine Frage, auf die alle in einer vorgegebenen Länge antworten sollen. – Heute: Als kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands ist absehbar, dass Zweibrücken seine Eigenständigkeit verliert, falls Rheinland-Pfalz die  angekündigten Verwaltungsreform-Pläne vorantreibt. Wie und mit wem soll sich Zweibrücken in der Region künftig aufstellen?
Klaus Peter Schmidt

 Klaus Peter Schmidt (AfD).
Klaus Peter Schmidt (AfD). FOTO: Doris Will
„Als Erstes ist zu bemerken, dass es keinesfalls sicher ist, dass Zweibrücken seine Eigenständigkeit verlieren wird. Zunächst ist das mehr oder weniger nur eine Spekulation. Um Zweibrücken seine Unabhängigkeit zu nehmen, bedarf es einiger hoher Hürden.

Ich würde als Oberbürgermeister alles in meiner Macht stehende tun, eine Angliederung an einen anderen Kreis zu verhindern.

Das Sinnvollste wäre es, die Verbandsgemeinde Zweibrücken Land wieder Zweibrücken zuzuordnen. Dies käme den Bürgern dieser VG sehr entgegen, denn sie fühlen sich Zweibrücken zugehörig. Überdies ist die gesamte Verwaltung der VG sowieso in Zweibrücken ansässig und könnte schrittweise in die Stadtverwaltung eingegliedert werden. Damit hätte Zweibrücken circa 47 000 Einwohner, sowie 150 Quadratkilometer Fläche und wäre überlebensfähig.

Die an den Südwest-Kreis angrenzenden Gemeinden Wiesbach, Walshausen, Klein- und Großbundenbach sowie Riedelberg würden dort eingegliedert werden. Da 2020 der Verbandsbürgermeister neu gewählt werden soll, wäre dies ein möglicher Zeitpunkt für diese Maßnahme durch das Land.



Zweibrücken hat seit 1352 die Stadtrechte, auch deswegen sollte die Stadt kreisfrei bleiben.“