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Aris-Quartett, Marlo Thinnes und Ingolf Turban
Hoffest und hochkarätiges Konzert im Gestüt Birkhausen

 Am 2. Juni konzertiert das Aris-Quartett im Zweibrücker Gestüt Birkhausen, am 1. Juni ist dort Hoffest.
Am 2. Juni konzertiert das Aris-Quartett im Zweibrücker Gestüt Birkhausen, am 1. Juni ist dort Hoffest. FOTO: Simona Bednarek
Zweibrücken. Zum dritten Mal lädt das fast 300 Jahre alte, ehemalige Zweibrücker Trakehner-Gestüt Birkhausen zu seinem einzigartigen Musikevent „Klassik auf Birkhausen“ in die zum edlen Konzertsaal umfunktionierte Reithalle ein.

Mit seinem hochkarätigen Programm international gefeierter Künstler ist „Klassik auf Birkhausen“ ein Höhepunkt in der Kulturlandschaft unserer Region. Dieses Wochenende, 1. und 2. Juni, ist es wieder so weit. Heute reiten – morgen musizieren.

Damit Musikliebhaber, Pferdefreunde und Ausflügler gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, feiert das im Wald zwischen Ixheim und Rimschweiler gelegene Gestüt unächst am Samstag ab zehn Uhr ein Hoffest mit facettenreichen Erlebnissen. Eingebettet in ein buntes Markttreiben mit Schönem und Nützlichem nicht nur für Pferdemenschen, unterhält musikalisch das Duo Noël Walterthum und Guido Allgeier. Der aus Creutzwald stammende Liedermacher, Chansonsänger, Musiker und Schriftsteller interessierte sich sehr früh für Chansons und schrieb bereits mit 17 Jahren seine ersten Texte. Inzwischen sind von ihm mehr als 70 Chansons erschienen. Das Lied „Comedienne“ (1994) wurde sehr oft im Radio gespielt. Bei mehreren Musikwettbewerben errang er zahlreiche Auszeichnungen. So war er 1995 Finalist des Festivals „Perspektives“ in Saarbrücken. Begleitet wird Walterthum von dem Gitarristen Guido Allgaier, der sein Leben ganz der Musik verschrieben hat. Von 15 bis 18 Uhr wird ein abwechslungsreiches Schauprogramm rund um das Thema Pferd geboten. Die Birkhauser Reiter selbst haben ein Überraschungsprogramm zusammen gestellt. Höhepunkt jedoch ist ein Polo-Spiel, das erstmals die in Großbritannien so beliebte Pferdesportart in die Südwest-Saarpfalz bringt (Bericht: Seite 24). Die Bewirtung übernimmt die seit Mitte März wieder eröffnete Gastronomie in der Gestütsschänke. Sie bietet eine breit gefächerte Auswahl an pfiffigen, frisch zubereiteten pfälzischen und saisonalen Gerichten aus regionalen Zutaten.

Als Highlight für Kulturfreunde folgt am Sonntag ein Konzert in der Reithalle. Als Matinée beginnt es um 11.30 Uhj, Einlass ist ab 11 Uhr. Eingeladen ist in diesem Jahr das Aris-Quartett, „eine der herausragenden Streichquartettformationen der jüngeren Generation“ (Deutschlandfunk). Die Gewinner des renommierten Münchner ARD-Wettbewerbs in der Kategorie Kammermusik und New Generation Artists der BBC, eröffnen die dritte Edition von „Klassik auf Birkhausen“ mit dem ersten der drei Razumovsky-Quartette Beethovens (op. 59/1). Ingolf Turban ist einer der bedeutendsten deutschen Geiger unserer Zeit. Unter anderem ist er bekannt für die Klangvielfalt, die er seinen Instrumenten entlockt. Turban lehrt als Professor für Violine in München und ist als Solist in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder der Mailänder Scala, unter anderem mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin aufgetreten. Mit Marlo Thinnes, dem künstlerischen Leiter der Birkhausen-Reihe, hat sich Ingolf Turban zum Duo formiert. Die beiden Vollblutmusiker bringen nach dem Auftritt des Aris-Quartetts die Kreutzersonate op. 47, eines der schönsten und berühmtesten Werke Ludwig van Beethovens, zu Gehör. Der Eintritt kostet 19 Euro. Weitere Infos: www.birkhausen.com/news/konzert-am-02-juni-2019.html.



(cvw)