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Kitas in Zweibrücken
Für kleine Entdecker

In der Mörsbacher Bewegungs-Kita Hand-in-Hand profitieren die Kinder auch von dem einzigartigen Außengelände.
In der Mörsbacher Bewegungs-Kita Hand-in-Hand profitieren die Kinder auch von dem einzigartigen Außengelände. FOTO: cvw / Cordula von Waldow
Mörsbach. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Bewegungs-Kita „Hand in Hand“ in Mörsbach Von Cordula von Waldow

„Je mehr ein Kind selbstbestimmt entdecken und sich eigenständig erarbeiten kann, desto eher kann es seine eigenen Fähigkeiten einschätzen und Selbstbewusstsein entwickeln.“ Davon sind Daniela Danzenbächer, seit elf Jahren Leiterin der städtischen Kindertagesstätte „Hand in Hand“ in Mörsbach, und ihr Team überzeugt. Sie sieht die Aufgabe der Erzieherinnen darin, den Kindern diese Möglichkeit zu geben: mit vielen Anregungen, die seine eigene Kreativität fördern, und einem altersgerechten Umfeld sowie dem nötigen Freiraum, damit es seine eigenen Erfahrungen sammeln und seine persönlichen Erfolge feiern kann.

Singen und Bewegung spielen dabei eine entscheidende Rolle und so ist die Kita Hand in Hand seit 2014 zertifizierte Bewegungs-Kita und Teilnehmer an dem Bundes-Musikprogramm „Felix“. Die Bewegung wird mit einem großzügigen Platzangebot, Hüfpfkästchen auf dem Boden, Inlinern in den Gängen und einer stets offenen Turnhalle mit Matten, Ringen, Bänken und vielfältig benutzbaren Schaumstoff-Kletter-, Schaukel- und Bauelementen neben gezielten Turnstunden einfach in den Alltag integriert.

Die Kita Mörsbach hat ihre offenen Gruppen altersspezifisch unterteilt. Die Kleinsten ab einem Jahr bleiben möglichst lange in der geschützten Nestgruppe, bis sie den großen Sprung zu den Mini-Kindern vollziehen. Diese gehen auch schon einmal allein auf die Pirsch, lernen Farben, Formen und Zahlen kennen. Eine gute Gelegenheit, das Zählen gemeinsam zu üben, sind demokratische Abstimmung im täglichen Morgenkreis, etwa über Projektthemen oder das regelmäßige Wunsch-Frühstück, das dann gemeinsam zubereitet wird. Die „Entdecker-Kinder“ erkunden Natur und Umwelt.



„Kind dürfen auch laut spielen“, findet Daniela Danzenbächer. So gibt es neben den Gruppenzimmern einen eigenen Bauraum mit einer höheren Geräuschkulisse sowie einen Ruheraum, in dem Gesellschaftsspiele oder Kuschelecken zum Ausruhen oder (gemeinsamen) Buchlesen angeboten werden. Die Kinder wählen ihren Bedürfnissen entsprechend, wo sie sich aufhalten.

Selbstbestimmt geht es auch beim Mittagessen zu. Hier bedient sich jedes Kind selbst aus Schüsseln und lernt so, die passende Menge für seinen Appetit abzuschätzen. Besonders stolz sind die Mörsbacher auf ihr großes und vielfältiges Außengelände, in dem die Kinder täglich, bei jedem Wetter, spielen und toben dürfen. Einzigartig ist die lange, kurvige Bobbycar-Bahn. “Ein besseres Element zur Förderung der Wahrnehmung als Wasser und Sand gibt es nicht“, erklärt die Kita-Leiterin mit Blick auf den entsprechenden Spielplatz.

„Wir sind offen für neue Sachen, denn unsere Gesellschaft entwickelt sich weiter und auch wir entwickeln uns immer weiter“, betont Daniela Danzenbächer. Dazu gehören auch diverse Projekte, wie etwas das Zeitungsprojekt oder das Landesprojekt „Jedem Kind seine Kunst“. Die Erziehung läuft Hand in Hand mit den vielen, engagierten Eltern.