| 23:52 Uhr

Untreuevorwurf gegen Klaus Roth
Kistenweise Dokumente in Zweibrücken beschlagnahmt

Zweibrücken. Die Homburger Polit-Affäre zieht jetzt Kreise nach Zweibrücken: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat eine Wohnung durchsucht. Von Mirko Reuther

Im Rahmen der Ermittlungen gegen den Homburger Bürgermeister Klaus Roth (CDU) ist auch eine Privatwohnung in Zweibrücken durchsucht worden. Das bestätigte der Sprecher der Saarbrücker Staatsanwaltschaft, Christoph Rebmann, am Freitag auf Merkur-Anfrage. In die Durchsuchung am Mittwoch involviert war das saarländische Dezernat „Besondere Ermittlungen und Korruption“. Dieses hat bereits Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) und dessen Amtsvorgänger Karlheinz Schöner (CDU) im Visier.

In der Zweibrücker Wohnung seien „kistenweise Belege und Daten“, sichergestellt worden, erklärte Rebmann. Die Sichtung des Materials dauert derzeit noch an. Gegen den Besitzer der Wohnung wird im Zusammenhang mit Roth wegen Betrug und Beihilfe zum Betrug ermittelt. Am Mittwochmorgen hatten die Fahnder bereits das Büro und die Privatwohnung Roths unter die Lupe genommen. Ihm wird vorgeworfen, vorgetäuschte Aufträge an eine Elektronik-Firma in Homburg und eine IT-Firma in Neunkirchen vergeben zu haben. Die Aufträge wurden nie ausgeführt. IT-Experte Roth, der in die Firmen involviert sein soll, soll sich so auf Kosten der Stadt bereichert haben. Die Durchsuchung in Zweibrücken könnte nach Merkur-Informationen einen ähnlichen Hintergrund haben.