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Kapellenraum der Karlskirche
Kirchenunion ist Thema bei Vortragsabend

Zweibrücken. (hv) Im Jahr 1818, vor nunmehr 200 Jahren, schlossen sich in der Pfalz die evangelisch-reformierten und die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden zu einer gemeinsamen Kirche zusammen, der Vereinigten Protestantisch-Evangelisch-Christlichen Kirche des Rheinkreises.

Die Unterschiede in der kirchlichen Lehre waren nicht mehr so wichtig. Die in der Zeit der Französischen Revolution erfahrene Verfolgung hatte die Konfessionen einander nähergebracht. Viele Pfarreien hatten keine Pfarrer mehr. Das kirchliche Leben war stark zurückgegangen. In manchem gleicht die Situation von vor 200 Jahren der kirchlichen Lage der Gegenwart. In seinem Vortrag „Vor 200 Jahren: Die Union der evangelischen Kirchen der Pfalz“ beim Historischen Verein Zweibrücken am Mittwoch, 13. Juni, wird der emeritierte Pfarrer und promovierte Kirchenhistoriker Bernhard Bonkhoff über die Kirchenvereinigung in Zweibrücken berichten, wo bereits im Spätjahr 1817 beide Kirchen ihren Zusammenschluss vollzogen hatten. Die Zweibrücker Vereinigungsurkunde wurde in etlichen pfälzischen Lokalunionen zum Vorbild genommen. Der damalige bayerische König Maximilian Joseph hatte an dieser Kirchenvereinigung großes Interesse, zumal er selbst in einer katholisch-lutherischen Mischehe lebte.

Zu dem am 13. Juni um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche beginnenden Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder willkommen.