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Kinderhilfe Zweibrücken
Kinderhilfe kümmert sich ums Essen

Vergnügt im neuen Müttertreff sind Roy und Romeir. Dahinter die Vorsitzende der Kinderhilfe Birgit Bessom, daneben Beveiwan Hussien und Bemal mit Rosa.
Vergnügt im neuen Müttertreff sind Roy und Romeir. Dahinter die Vorsitzende der Kinderhilfe Birgit Bessom, daneben Beveiwan Hussien und Bemal mit Rosa. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Der neue Verein stellte sich am Tag der offenen Tür des Zweibrücker Kinderschutzbunds vor. Die Neugründung war auch aus rechtlichen Gründen notwendig geworden. Von Peter Fromann

Per Rechtsanwalt teilte die Tafel Zweibrücken dem Kinderschutzbund (Kischubu) mit, dass dieser sich nicht auch „Tafel“ nennen dürfe. „Wir hatten nie vor, uns Tafel zu nennen“, sagt dazu der Vorstand des Kinderschutzbundes. Irrtümlich sei die Essensausgabe des Kinderschutzbundes ein Mal mit Tafel bezeichnet worden. Wohl daraufhin wurde auch das Finanzamt aufmerksam und untersagte dem Kischubu die Essenausgabe überhaupt, weil in ihrer Satzung nichts davon stünde. Zu allem Schlamassel kam noch der verschärfte Datenschutz hinzu. „Kurzum“, sagte Birgit Bessom, damals noch Vorsitzende des Kischubu, heute Vorsitzende der Kinderhilfe Zweibrücken zusammen mit Irene Golyzniak, „wir zogen einen Rechtsanwalt zu Rate“.

Klar wurde: Die Satzung des Kischubu hätte um die Essenausgabe an Bedürftige erweitert werden müssen. „Dagegen sträubten sich aber zwei Vereinsmitglieder.“ So kam es nun zur Neugründung des Vereins „Kinderhilfe Zweibrücken“ mit allen notwendigen Inhalten der Satzung. Dem Gesetz ist somit Genüge getan.

„Wir haben jetzt einen erheblichen Mehraufwand, weil wir zwei Büroräume brauchen, zwei Computersysteme und anderes mehr. Und zwei Vorstände“, betont Bessom. Dem Kischubu stehen jetzt Carmen Waibel und Franziska Linse vor. „Wir verteilen in der Kinderhilfe rechtmäßig drei Mal die Woche Lebensmittel und machen auch über Weihnachten keinen Urlaub“, betont Birgit Bessom. „Die Tafel verteilt ein Mal die Woche Lebensmittel und macht über Weihnachten drei Wochen Urlaub, um mal die Unterschiede zur Tafel klar herauszustellen.“ Soweit zur Neugründung der „Kinderhilfe Zweibrücken“.



Der Kinderschutzbund hat in einem eigenen Raum eine Mutter-Kind-Gruppe eingerichtet, in der Alten Feuerwache gab es sie schon einmal. Eine Spiel- und Sitzecke laden zu gemütlichem Aufenthalt ein. Nach Notwendigkeit besuchen ein Zahnarzt und ein Psychologe die Gruppe. Der Treff ist samstags von zehn bis 13 Uhr geöffnet. Anmeldungen werden unter Tel. (0 63 32) 7 21 27 erbeten.

Für beide Vereine werden dringend freie Mitarbeiter gesucht. Die Lebensmittel müssen von den einzelnen Firmen zum Sitz des Kinderschutzbunds gebracht und sortiert werden. Im selben Gebäude in der Maxstraße 19 befindet sich auch die Kinderhilfe.

Zum Tag der offenen Tür kamen am Samstag viele Interessierte, um sich über das Angebot der beiden Vereine zu informieren. „Räumlich wird es bei uns schon wieder ziemlich eng“, sagt Birgit Bessom, „beim neuen Zweibrücker Oberbürgermeister, der ja im September gewählt wird, wollen wir vorstellig werden, ob wir nicht weitere Räume im dem noch leerstehenden Bereich des Hauses in der Maxstraße bekommen können“.