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Auch Unmut über UBZ
Kinderfastnacht: Am Geld hängt es nicht

Noch dürfen junge Narren hoffen, dass es doch etwas wird mit der  Rimschweiler Kinderfastnacht.
Noch dürfen junge Narren hoffen, dass es doch etwas wird mit der  Rimschweiler Kinderfastnacht. FOTO: Rolf Vennenbernd / dpa/dpaweb
Rimschweiler. Bisher ist kein Verein bereit, das Fest in Rimschweiler zu organisieren. — Ortsbeirat ärgert sich über Stadt. Von Fritz Schäfer

In Rimschweiler droht es dieses Jahr keine Kinderfastnacht zu geben. Dabei müsste dafür, wegen einer anderen Veranstaltung, nichts extra aufgebaut werden. Die Stadt wäre bereit, die Hallenmiete nur für einen Tag zu berechnen. Diese Miete würde dazu aus dem Vorortbudget gezahlt. „Und bei mir haben sich auch Leute gemeldet, die helfen wollen“, sagte die Ortsvorsteherin Isolde Seibert (SPD) am Donnerstagabend im Rimschweiler Ortsbeirat. „Die Rahmenbedingungen für die Kinderfastnacht in diesem Jahr sind so gut wie noch nie.“

Allein es fehlt ein Verein, der die Veranstaltung am Fastnachtssonntag in der KulTuS-Halle organisiert. Doch derzeit hätten weder die Jugendfördervereine des Turn- und Sportvereins, der Grundschule oder des Kindergartens Interesse, das zu übernehmen. „Und die Organisation der Kinderfastnacht ist nicht Aufgabe des Ortsbeirats.“ Da müsste sich die Vereine „an die eigene Nase fassen“, mahnte Seibert. In der Ortsbeiratssitzung wurde der Jugendclub vorgeschlagen. Nicolai Bastian (SPD), Mitglied des Ortsbeirats und des Jugendclubs, möchte die Sache erst überdenken. Einige Ortsbeiratsmitglieder hatten ihre Hilfe zugesagt.

Der Ortsbeirat stimmte schon Mal zu, die Miete zu übernehmen. Vor einem Jahr hatte der damalige Vorsitzende des TuS-Jugendfördervereins die Veranstaltung kurzfristig wegen der Miete abgesagt.



Der Ortsbeirat stimmte ebenfalls zu, dass aus dem Vorortbudget der Kranz der Vereine für den Volkstrauertag, der Neujahrsempfang, der Umwelttag, die Pflanzen für die Blumenampeln und die monatlichen Kosten für den möglichen W-Lan-Hotspot, wenn er in Rimschweiler eingerichtet werden sollte, bezahlt werden. Im vergangenen Jahr habe Rimschweiler das Vorortbudget in Höhe von 2500 Euro nicht ausgeschöpft, informierte Seibert. „Wir haben insgesamt 1589 Euro ausgegeben.“

Der Ortsbeirat bemüht sich schon längere Zeit, den Durchgangsverkehr abzubremsen. Dazu wurde im Herbst neben den beiden fest installierten Geschwindigkeitsmessanlagen an den Ortseingängen die städtische Anlage im Ort aufgestellt. Die Ergebnisse seien vom Zweibrücker Ordnungsamt dem Landesbetrieb Mobilität übermittelt worden, sagte Seibert.

Ebenso die Anfrage, ob durch die Schaltung der Fußgängerampel in der Ortsmitte der Verkehr beruhigt werden könnte. „Das Ordnungsamt hat in dem Schreiben dem LBM schon gleich Gründe genannt, warum es nicht geht. Das geht so nicht! Wir wollten eine neutrale Prüfung!“, ärgerte sich Klaus Fuhrmann (SPD). Für die Ortsvorsteherin zeigt das Schreiben des Amtes, wie die Verwaltung mit Anfragen des Ortsbeirats umgehe. „Die Verwaltung soll unsere Anfragen ernst nehmen.“ Stefan Schantz (FWG) schlug erneut eine Fahrbahnverschwenkung zur Verkehrsberuhigung vor.

Der Ortsbeirat legte den Termin für den Umwelttag 2018 auf Samstag, 17. März, zehn Uhr, fest. Über die von Bürgern angeregte Baumbestattung werde später diskutiert, sagte Seibert. Der Ortsbeirat warte auf das vom UBZ angekündigte Friedhofskonzept ab.

Der Verein Bürgerstübchen möchte für seine Treffen Räume im Erdgeschoss nutzen. Bisher treffen sich die Rimschweiler Seniorinnen im zweiten Stock. „Wegen der Treppe können da einige nicht mehr kommen“, sagte Seibert. Die Bauverwaltung soll jetzt prüfen, ob der Besprechungs- und der Büroraum der Ortsvorsteherin im Erdgeschoss umgebaut werden kann. Das Büro der Ortsvorsteherin würde dann in die zweite Etage verlegt.

Beim Punkt Verschiedenes äußerten Seibert und weitere Ortsbeiratsmitglieder ihren Unmut, dass der UBZ nicht bereit ist eine Hecke an der Einmündung des Weges von der Bahnhofstraße in den Radweg zu entfernen. Volker Lahm (CDU) möchte die Standfestigkeit der hohen Bäume entlang der B 424 zwischen Nagelwerk und Birkhausen überprüfen lassen.