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Naju Zweibrücken
Kinder mit der Natur vertraut machen

Moritz, Pauline und Linus beobachten Franz Kinkopf bei der Fütterung der Fledermaus.
Moritz, Pauline und Linus beobachten Franz Kinkopf bei der Fütterung der Fledermaus. FOTO: Picasa
Zweibrücken. Die Naturschutzjugend (NAJU) als eigenständige Jugendorganisation im Naturschutzbund (NABU) hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen fundierte Kenntnisse über die Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln. Peter Fromann

Die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) bietet für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren  zahlreiche Möglichkeiten, sich für Natur und Umwelt zu engagieren. Durch ihren Einsatz trägt die NAJU zur Erhaltung der Natur als wichtigste Lebensgrundlage bei. Durch Naturerleben, praktischen Naturschutz sowie umweltpolitisches Engagement bereitet sie für diese und zukünftige Generationen den Weg zu einer weltweit nachhaltigen Gesellschaft. Die NAJU vermittelt jungen Menschen fundierte Kenntnisse über die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Funktionsweise von Ökosystemen.Wie etwa unterscheidet man eine Amsel von einem Star und beide von der Drossel? Das war zum Beispiel eine Frage bei einem Naturquiz, das die NAJU für das Sommerfest, das sie kürzlich zusammen mit den Imkern während deren Fest oberhalb des Wildrosengartens in der Fasanerie veranstaltete, vorbereitet hatte.

Die Amsel hüpft auf dem Boden während der Futtersuche, der Star aber streift mal stolzierend, mal geschäftig trippelnd durch die Gegend. Und die Drossel? Über die erfährt man mehr bei der NAJU. Lebendiger Anschauungsunterricht ist viel interessanter als Informationen durchs Internet, obwohl das natürlich für tiefere Einblicke von großem Nutzen sein kann. Franz Kinkopf, Fledermausfachmann vom NABU, hatte zwei kleine Fledermäuse mitgebracht, die noch nicht fliegen konnten. Er fütterte sie behutsam mit artgerechtem Futter, das er mittels einer Pinzette den hungrigen Mäulern anbot, die dann auch sogleich zugriffen. Natürlich gab es auch viel über Bienen zu erfahren, die sich ihren eigenen engsten Lebensraum trefflich hergerichtet haben. Sie leben sozusagen in einem sozialen Gefüge.

Moritz, Pauline, Linus und Rebekka interessierten sich für alle Anlaufstellen des Quizpuzzles. Teils sind sie schon länger bei der NAJU, teils war es hier ihre erste Begegnung. Vorsitzende Ingrid Beck erklärt: „Wir treffen uns jeden zweiten Samstag im Monat hier am Imkerheim in der Fasanerie. Wer Lust hat mitzumachen, kommt einfach an einem zweiten Samstag vorbei – auch bei Regen. Beim Familientreffen bei den Imkern war auch NABU-Vorsitzende Miriam Krumbach dabei.



Die Geschwister Moritz, Pauline und Linus schauten zu, wie Kinkopf die Fledermäuse fütterte. „Wir kennen Fledermäuse, bei uns am Haus haben wir auch welche.“ Rebekka, neun Jahre, hatte ein Stück Stoff mit Bienenwachs bestrichen und dann gebügelt und den Stoff so imprägniert: „Ich nehme das als Brotbeutel für das Pausenbrot, das geht bestimmt prima.“

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