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Kerwe in Oberauerbach
Ohne Straußjugend gefeiert

Einig waren sich beim Kerwemontag alle am FCO-Stammtisch, dass die alten Kerwetage wohl nicht mehr zurückkommen.
Einig waren sich beim Kerwemontag alle am FCO-Stammtisch, dass die alten Kerwetage wohl nicht mehr zurückkommen. FOTO: Norbert Schwarz
Oberauerbach. Kerwe im Stadtteil Oberauerbach? Nein, ganz tote Hose ist da noch nicht angesagt. Im Sportheim der einheimischen Kicker, dem FC Oberauerbach, wurde auch dieses Jahr wieder die „Kerb“ gefeiert. Aber auf Sparflamme sozusagen, denn der jugendliche Kerwenachwuchs ist nicht zu sehen oder zu erleben. Von Norbert Schwarz

Kein Thema, dass es insbesondere die Erinnerungen an die früheren Kerwetage gewesen sind, die die Runde machten.

Gerade am Stammtisch des Sportheims, wo der „harte Kern des FCO“ beisammen saß und in geselliger Runde feierte. „Nee, so wie das emol war, werds efach nimmi“, stellt hinter der Theke Gernot Sieg mit einem leicht enttäuschten Gesichtsausdruck fest und lächelt dann allerdings bei der Feststellung, das der „Kerwemontag“ wie immer einen guten Besucherzuspruch im Sportheim bescherte. Meist ältere Vorstadtbewohner, die sich auf den traditionellen Mittagstisch mit Leberknödel und Sauerkraut freuten.

Derweil Gernot Sieg den Thekendienst versieht, hat Ehefrau Meta zusammen mit Helga Lanzrath in der Sportheimküche Dienst am Herd. Die Küche ist auch für Großbetrieb eingerichtet und die beiden Damen sind zusammen mit den übrigen Helfern froh darüber, dass es auch am Kerwemontag wieder richtig „flutscht“. Es sei schließlich für Helfer viel schöner, ordentlich zu arbeiten, als Herumstehen müssen und Daumen drehen.



Erinnerungen an frühere, bessere Kerwezeiten werden bei solcher Gelegenheit zwangsläufig wieder thematisiert und sorgen für Freude und Gelächter. Insbesondere als vor gut zwei Jahrzehnten die „alten Haudegen es der Oberauerbacher Jugend nochmals vormachten: „Da haben wir es nochmals krachen lassen und wollten der Jugend zeigen, wie das geht – aber das Echo verpuffte, vielleicht sind wir wirklich schon zu sehr Stadt“, stellte Gernot Sieg bedauernd fest.