| 13:43 Uhr

Radeln in Zweibrücken
Hartes Pflaster für Drahtesel

 Auf dem Bild ist der Fahrradstreifen in der Hofenfelsstraße zu erkennen, der auf dem Fußgängerweg eingelassen ist. Kurz danach endet er einfach.
Auf dem Bild ist der Fahrradstreifen in der Hofenfelsstraße zu erkennen, der auf dem Fußgängerweg eingelassen ist. Kurz danach endet er einfach. FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. Das Radwegekonzept für Zweibrücken lässt weiter auf sich warten. Von Nadine Lang

Schon seit längerer Zeit setzen sich die Zweibrücker Grünen für ein Radwegekonzept in der Rosenstadt ein. Bereits vor Monaten stellten sie im Stadtrat einen Antrag. „Es passiert aber nichts“, erklärte Vorstandssprecher Felix Schmidt. Um nochmals auf die Problematik aufmerksam zu machen und sich die Bedürfnisse interessierter Radfahrer anzuhören, brachen sie kürzlich zu einer gemeinsam Fahrradtour auf, um sich genau die Stellen anzusehen, an denen es hapert.

Nach dem Start auf dem Herzogplatz ging es eineinhalb Stunden lang mit dem Rad erst durch die Schillerstraße, die Wallstraße, die Kaiserstraße, vorbei am Bubenhauser Kreisel in die Gottlieb-Daimler-Straße , durch die Bahnhofsunterführung in die Homburger Straße und weiter Richtung Pirmasenser- und Hofenfelsstraße. Genau an diesen Stellen sehen die Grünen Handlungsbedarf. So stellt etwa die Bahnhofsunterführung eine Gefahr für Rad- und Autofahrer dar, da die Überquerung der Straße an der Verkehrsinsel nach der Kurve einfach zu gefährlich ist.

Eine Gefahr sehen sie aber auch in der Hofenfelsstraße. Einen Radweg gibt es hier nur in eine Fahrtrichtung als eingelassener Farbstreifen auf dem Fußgängerweg und auch nur so lange, bis er kurz vor dem Kreisel (von Oberauerbach aus kommend) plötzlich endet, ohne Hinweisschild. „An ganz vielen Stellen geht es uns auch einfach um mangelnde Beschilderung“, erklärte Felix Schmidt weiter. So sei an einigen Stellen auch nicht ersichtlich, dass es zur Hauptverkehrsstraße eine Alternative gibt, da ein Radweg im Prinzip vorhanden ist, aber kein Schild darauf hinweist, wie es etwa aus Ernstweiler kommend der Fall ist. Führt doch ein Weg hinter der Gottlieb-Daimler-Straße entlang zum Johann-Hinrich-Wichern-Haus. „Man ist quasi gezwungen, über die Hauptverkehrsstraße zu fahren, weil manche sichere Wege nicht ausgeschildert sind“, bemängelt Norbert Pohlmann.



Und mancherorts sind sich Radfahrer dann zeitweise wieder sich selbst überlassen. Fahrradschutzstreifen, die auf der Fahrbahn markiert werden, wären eine Alternative, die laut Pohlmann zwar umstritten, aber besser als nichts sei.

An der Tour teilgenommen hat auch Anna Metz aus Hornbach, die sich kürzlich ein E-Bike zugelegt hat und nun mehr das Rad nutzen und das Auto stehen lassen möchte. Ihr Resümee fällt nicht sehr positiv aus: „Man stößt an die Grenzen, nicht nur, weil es nicht so gut ausgeschildert ist, sondern weil auch Fahrzeuge oder Fußgänger die schmalen Fahrstreifen behindern.“

Was aus dem Antrag geworden ist, der noch zu Zeiten des verstorbenen Oberbürgermeisters Kurt Pirmann gestellt wurde, geschehen ist, darauf hatte Stadtsprecher Heinz Braun eine Antwort. „Es wird jetzt nachgeholt, das hat der Baudezernent versichert.“ Bisher sei lediglich kein Termin zustande gekommen, bei der die Stellen auch von städtischer Seite begutachtet werden. Es kann also noch dauern.