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Eröffnung war vor dreieinhalb Monaten
Karthaus zählte bislang 6000 Kunden

 Antonio Cipolla hat das Karthaus am 20. Oktober 2018 eröffnet. Auf der 350 Meter langen Strecke können die Kunden Elektro-Karts fahren. Insgesamt 20 Stück (Rimo-Modell „Sinus iON“ mit 31 PS) stehen bereit. Seit dieser Woche ist Cipolla Mitglied in der Interessensgemeinschaft Deutsche E-Kart-Bahn.
Antonio Cipolla hat das Karthaus am 20. Oktober 2018 eröffnet. Auf der 350 Meter langen Strecke können die Kunden Elektro-Karts fahren. Insgesamt 20 Stück (Rimo-Modell „Sinus iON“ mit 31 PS) stehen bereit. Seit dieser Woche ist Cipolla Mitglied in der Interessensgemeinschaft Deutsche E-Kart-Bahn. FOTO: eck / Mathias Schneck
Zweibrücken. Im Oktober war Eröffnung. Antonio Cipolla zufrieden mit Nachfrage. Ziel: Zusammenarbeit mit Outlet intensivieren.

Für Antonio Cipolla läuft es rund. Der Zweibrücker, der am 20. Oktober das Karthaus nahe dem Fashion Outlet eröffnete, ist zwar – wie das bei Unternehmern eben so ist – eher zurückhaltend, wenn man ihn auf seine Geschäfte anspricht. Aber dann lässt er sich doch den Satz entlocken: „Es wird richtig gut angenommen.“

Natürlich handelt es sich um eine Momentaufnahme, es ist alles noch ganz frisch im Karthaus, dreieinhalb Monate sind vergangen, seit Cipolla das Karthaus eröffnete. Doch seitdem hat Cipolla bereits rund 6000 Kunden gezählt, die ihre Runden auf der 350 Meter langen Kartbahn gedreht haben.

„Unsere Kunden kommen bis aus dem Raum Trier und Merzig zu uns“, berichtet Cipolla, die meisten seien aus der Region. Das Zweibrücker Karthaus bietet als Besonderheit elektrisch betriebene Karts an – ein vergleichbares Angebot gebe es erst im Raum Stuttgart, in Ulm, München oder Osnabrück.



Manche Kunden seien erst „ein wenig skeptisch“ gewesen, wie das denn mit einer E-Kart-Bahn so sei. Aber dann würden viele die positiven Effekte registrieren: „Es gibt keinen Gestank in der Halle, es ist ein angenehmes, sauberes Fahren“, sagt Cipolla.

Ab einem Alter von acht Jahren und einer Mindestgröße von 1,40 Metern darf man sich selbst hinter das Lenkrad setzen; volljährige Fahrer dürfen auf dem Beifahrersitz auch Kinder mitnehmen, die erst fünf oder sechs Jahre alt sind.

Je nach Alter werden die Karts in ihrer Geschwindigkeit in verschiedene Stufen eingestellt, die höchste Stufe (5), wird nur freigestellt, wenn der Fahrer bereits im Karthaus als Kunde gefahren ist und zeigt, dass er das Gefährt beherrscht – dann kann er mit dem Kart maximal Tempo 55 fahren. Für den Fall, dass ein Fahrer doch einmal die Kontrolle über das E-Mobil verliert, gebe es „ein spezielles Streckensystem“ einer Firma aus Kaiserslautern („Flexitrack“), ein möglicher Aufprall werde abgepuffert. Zusätzlich muss der Fahrer einen Helm tragen.

„Es sind überwiegend Jungs, die bei uns fahren, doch ist der Mädchenanteil gut, ich denke, das Verhältnis ist etwa 70:30“, nennt der Unternehmer seine bisherigen Erfahrungen. „Wir hatten schon reine Mädelsgeburtstage hier oben“, freut er sich.

Wie viel Geld der Zweibrücker in das Karthaus gesteckt hat, möchte er weiterhin nicht verraten, er deutet aber zumindest an, dass es „ein siebenstelliger Betrag“ war.

Auf den Eventcharakter will Cipolla künftig noch stärker setzen, er biete Tagungsräume an, die hätten bislang vor allem Firmen gebucht, er wolle nun auch verstärkt Bürger für private Feiern bei ihm gewinnen. Aktuell habe bei ihm ein Brautpaar in spe ein Angebot eingeholt.

Ferner will Cipolla mit ungewöhnlichen Angeboten locken, etwa am 14. Februar mit einem „Valentinstags-Rennen“, hier sitzt ein Partner im E-Kart, der andere muss Fragen beantworten, es konkurrieren mehrere Pärchen gegeneinander (Anmeldungen sind noch im Karthaus möglich):

Auf der „Messe 2brücken“ (früher „ZW aktiv“), die in diesem Jahr vom 17. bis 19. Mai stattfindet, wird Cipolla das Karthaus mit einem Stand repräsentieren. Ferner will er die Zusammenarbeit mit dem Fashion Outlet intensivieren. „Bislang durfte ich im Outlet-Center Flugblätter verteilen beziehungsweise an verkaufsoffenen Sonntagen mit einem Stand werben, diese Zusammenarbeit möchte ich gerne vertiefen“, blickt der Unternehmer voraus.