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Jugendkunstschule Zweibrücken ausgezeichnet
Jugendkunstschule erneut ausgezeichnet

 Bei der Überreichung der Urkunde, von links: Jürgen Ecker (Künstlerisch-pädagogischer Leiter der Zweibrücker Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz), Thilo Huble (Leiter des Kultur- und Verkehrsamts), Marold Wosnitza (Oberbürgermeister), Konrad Wolf (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur) und Jochen Schael (Kaufmännischer Leiter der Jugendkunstschule).
Bei der Überreichung der Urkunde, von links: Jürgen Ecker (Künstlerisch-pädagogischer Leiter der Zweibrücker Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz), Thilo Huble (Leiter des Kultur- und Verkehrsamts), Marold Wosnitza (Oberbürgermeister), Konrad Wolf (Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur) und Jochen Schael (Kaufmännischer Leiter der Jugendkunstschule). FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. Die Jugendkunstschule Zweibrücken darf sich erneut „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ nennen. Minister Konrad Wolf überreichte die Urkunde. Dahinter steckt viel Arbeit und Engagement der Mitarbeiter und Dozenten. Von Nadine Lang

In einem Atelier wurde getöpfert, im anderen gemalt. Da fiel es den jungen Künstlern der Jugendkunstschule am Freitagnachmittag sichtlich schwer, ihre Tätigkeit für einen Moment zu unterbrechen, als es in den offiziellen, feierlichen Teil der Veranstaltung überging, zu dem so einige Gäste gekommen waren.

Dass dies kein gewöhnlicher Nachmittag in den Räumen der Jugendkunstschule war, zeigte sich auch am Besuch von Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Der zeichnete die Jugendkunstschule in den Räumen der ehemaligen Hauptschule Nord in der Hofenfelsstraße nämlich persönlich zur „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ aus. Seit zehn Jahren gibt es ein Landesprogramm zur Förderung von Jugendkunstschulen in Rheinland-Pfalz. Einrichtungen, die mit einem überzeugenden Jugendkunstschulprofil ausgestattet sind, werden durch das Kultusministerium dazu gekürt und können sich neben einer finanziellen Förderung „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ nennen und mit einem Logo des Landes für sich werben.

Die Jugendkunstschule in Zweibrücken hatte diese Auszeichnung erstmals 2018 erhalten. „Worum es eigentlich geht, ist die persönliche Entwicklung junger Menschen über Kunst und Kultur“, erklärte jetzt Minister Konrad Wolf. Dabei gehe es um die Auseinandersetzung mit sich selbst, seinen Fähigkeiten, Kreativität und das Ausprobieren der gesamten Bandbreite künstlerischer Formen.“



Dass dieses Niveau in Zweibrücken möglich ist, dafür sorgen aktuell 19 Dozenten des Kunstvereins, wie Jochen Schael, Kaufmännischer Leiter der Jugendkunstschule Zweibrücken, erklärte und versprach: „Ich sehe diese Auszeichnung als Ansporn für unsere weitere Arbeit.“ Diese sei allerdings nicht nur durch die Dozenten, sondern zusätzlich auch durch die Unterstützung des Kulturamtes und mehrerer Sponsoren möglich. Und Oberbürgermeister Marold Wosnitza ergänzte: „Es gehört eine gewisse Anleitung und Führung dazu, dass man sich künstlerisch entwickeln kann.“

Die künstlerischen Ergebnisse der jungen Künstler sprechen für sich, wobei sich das wichtigste noch gar nicht messen lässt, wie Jürgen Ecker, Künstlerisch-pädagogischer Leiter der Jugendkunstschule Zweibrücken, zu erklären versuchte: „Der größte Teil der Arbeit, die hier geleistet wird ist unsichtbar und zeigt sich vielleicht erst in vielen Jahren. Wir versuchen in den jungen Menschen das Menschliche zu erreichen.“

All diese jungen Menschen dürfen sich nun nicht nur über die Auszeichnung ihrer Kunstschule freuen, sondern auch noch über ein drittes Atelier, das im Rahmen dieser Auszeichnung feierlich miteröffnet wurde.

Wofür der neue Arbeitsraum, der sich an die anderen beiden Ateliers direkt anschließt, zukünftig genau genutzt wird, das steht noch nicht so ganz fest. Sicher ist aber, es wird ein Raum für jede Menge Kreativität.