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Jugendkunstschule
Jubiläum mit tollen Kunstobjekten

Die jungen Künstler der Kita „Bei den Fuchslöchern“ zeigen stolz ihre Werke.
Die jungen Künstler der Kita „Bei den Fuchslöchern“ zeigen stolz ihre Werke. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. „Kleine Künstler – große Werke“: Die Zweibrücker Jugendkunstschule war im Einsatz in der Kita „Bei den Fuchslöchern“, die es seit 25 Jahren gibt. Von Peter Fromann

Anja Ewig-Weinmann, Leiterin der Kita „Bei den Fuchslöchern“, hat mit ihrem Team zusammen mit der Jugendkunstschule und dem Förderverein der Kita zum 25. Jubiläum ein Kunstprojekt ins Leben gerufen: „Kleine Künstler – große Werke“.

„Die Gesamtkosten des Projekts übernahm unser Förderverein der Kita“, sagt die Vorsitzende Bettina Bettinger. So entstanden in den Projektstunden Kunstwerke aus Gips, Lampions aus Seidenpapier, Tiere aus Holz und zuletzt eben Skulpturen aus Ytongsteinen. Fünf mal drei Stunden waren von den Kindern zu bewerkstelligen. Projektleiter war der Künstler Eugen Wassmann, Dozent an der Jugendkunstschule. „Ich liebe die Arbeit mit Kindern, sie lassen sich schnell begeistern, jedenfalls für die ersten 60 Minuten, dann kommt ein Durchhänger, da muss man sich anstrengen, die Kinder irgendwie bei der Stange zu halten“.

Da hat Wassmann so seine Tricks entwickelt und die wirken. Anja Ewig-Weinmann sagt: „Es war eine rundum schöne Woche mit den Kindern, die klopften und hämmerten, schmirgelten und kratzten mit Hingabe an den Ytongsteinen solange herum, bis ihre Vorstellung mit der Figur aus Ytong in etwa übereinstimmte. Ein Tiger wurde besonders gelobt. „Das ist aber kein Tiger, sondern ein Pferd“, korrigierte der junge Künstler. So kann man sich irren!



Mit diesem Projekt kommt die Kunst durch die Zweibrücker Jugendkunstschule zu den Kindern in den Kindergarten. „Wir hoffen, dass sich die Kinder unheilbar mit Kunst infizieren“, sagt Jochen Schael, kaufmännischer Leiter der Jukuschu. Der Kindergarten versteht sich nicht nur als Erziehungs-, sondern auch als frühkindliche Bildungsstätte, die Grundsteine für das spätere Leben legen möchte. Da darf die Begegnung mit Kunst natürlich nicht fehlen. Luca, fünf Jahre alt, sagt auf die Frage, was er denn gerade mache: „Ob Hund oder Katze weiß ich noch nicht genau, auf jeden Fall aber ein Tier.“ Mafalder, fünf Jahre, sagt: „Ich baue zuhause auch sehr viel, meistens mit Regenbogenbausteinen.

Ben, sechs Jahre, sagt: „Ich habe eine Schnecke gearbeitet, die beiden Röhrchen in ihrem Kopf sind die Fühler. Zuhause bastle ich mehr mit Papier.“ An einer Figur haben alle zwölf Kinder gemeinsam gearbeitet, Luca hämmert gerade noch daran.

„Am 17. Juni steigt unsere Jubiläumsveranstaltung, zusammen mit unserer Kunstausstellung“, betont Anja Ewig-Weinmann. Das sollte sich natürlich kein Kunstliebhaber mit einem Herz für Kinder entgehen lassen!