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JU kritisiert Glöckner wegen S-Bahn-Äußerungen

Zweibrücken. Beim Saarland für die S-Bahn-Strecke von Zweibrücken nach Homburg werben soll die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Glöckner nach Ansicht der JU. Dabei könne sie an Zustimmung in Homburg anknüpfen. red

Anstatt den Schwarzen Peter für die Verzögerungen bei der Reaktivierung der S-Bahn-Strecke Zweibrücken-Homburg der Bundesregierung zuzuschieben, solle SPD-Bundestagsmitglied Angelika Glöckner lieber bei der saarländischen Infrastrukturministerin Anke Rehlinger für die Strecke werben, fordert die Junge Union (JU) Südwestpfalz. Die Jugendorganisation der CDU reagiert damit unter anderem auf Äußerungen der Abgeordneten im Merkur-Redaktionsgespräch. Dort hatte sie gesagt, man müsse "mit deutlichen Worten" auf Finanzminister Wolfgang Schäuble einwirken, damit die Regionalisierungsmittel des Bundes, an die das Saarland seinen finanziellen Beitrag zur Reaktivierung geknüpft hat, so gestaltet werden, dass die Länder Handlungsspielräume haben - also mehr Geld bekommen.

Zwar werde die Entscheidung über die Regionalisierungsmittel derzeit im Vermittlungsausschuss beraten - derzeit lägen zwischen Forderungen der Länder und dem Angebot des Bundes etwa 0,8 Milliarden Euro. Über die Verteilung vor Ort entscheide jedoch die saarländische Landesregierung. Aus diesem Grund fordert der Experte im Bereich Infrastruktur der Jungen Union Südwestpfalz, Ralf Oestreicher, die SPD-Politikerin auf, "ihre Aufgaben als Bundestagsabgeordnete wahrzunehmen und die Vorteile der S-Bahn-Strecke, insbesondere für das Saarland, schmackhaft zu machen" - etwa auf touristischem Gebiet.

In einem Appell an Angelika Glöckner ruft der Kreisvorsitzende der JU Südwestpfalz, Jörg Marx, die SPD-Bundestagsabgeordnete zu mehr Engagement auf: "Während des Bürgerinfo-Gesprächs in Einöd ist kein negativer Aspekt gegen die S-Bahn gefallen - im Gegenteil, es fielen nur positive Aspekte für das Saarland. Die S-Bahn ist auch von den Genossen in Homburg gewollt. Jetzt sind Sie gefordert, genauso wie wir von der Union, die Vorteile der S-Bahn für die saarländische Landesregierung darzulegen." Die JU Südwestpfalz sowie der Kreisverband Zweibrücken hätten die JU Saar-Pfalz eingeladen. > Seite 23: weiterer Bericht