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Kollektiv Reifenwechsel
Bald die Reifen wechseln, denn: Winterreifen sind wie Sicherheitsschuhe fürs Auto!

Vor dem Wechsel prüfen die Profis, ob es an den Rädern Schäden oder Verschleiß gibt oder ob die Reifen eventuell schon zu alt sind.
Vor dem Wechsel prüfen die Profis, ob es an den Rädern Schäden oder Verschleiß gibt oder ob die Reifen eventuell schon zu alt sind. FOTO: djd
Von Oktober bis Ostern – so lautet die Faustregel für das Aufziehen der Winterreifen. Daher ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um einen Termin zum Reifenwechseln beim KFZ-Fachbetrieb in der Nähe zu vereinbaren.

Winterreifen sind nicht nur bei Schnee und Eis die besseren „Schuhe fürs Auto“, sondern bereits bei Temperaturen unter zehn Grad. Die Gründe dafür liegen im unterschiedlichen Profil und in den Gummimischungen der Reifenhersteller: Winterreifen sind für niedrige Temperaturen optimiert.

Egal ob neue Winterreifen angeschafft oder bereits vorhandene aufgezogen werden sollen, in jedem Fall lohnt sich dafür ein Termin in der Kfz-Meisterwerkstatt. Bei neuen Reifen kann die Werkstatt beraten und verschiedene Angebote unterbreiten. Bei vorhandenen Rädern prüft die Werkstatt, ob es Schäden oder Verschleiß gibt oder ob die Reifen eventuell schon zu alt sind. Nach dem Räderwechsel denken viele Autobesitzer, dass jetzt Ruhe bis zum nächsten Umstieg auf Sommerreifen ist. „Nur wer sich regelmäßig um die strapazierten Winterspezialisten kümmert, bleibt bei Kälte, Eis und Schnee nicht auf der Strecke“, warnt jedoch Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.



Seine Tipps: Beim Tankstopp Sichtkontrolle machen. Wenn Beulen, Risse oder eingefahrene Fremdkörper wie Glas oder Nägel unbemerkt bleiben, können sie Ursache für größere Schäden werden. Rund drei Millionen Fahrzeuge bleiben laut ADAC jedes Jahr mit Reifenpannen liegen.

Ein korrekter Fülldruck in den Reifen sorgt für Fahrstabilität, gute Lenkreaktion, kurze Bremswege und schützt im schlimmsten Fall vor Reifenplatzern. Der Reifen verschleißt langsamer, das Kfz verbraucht weniger Kraftstoff. Faustregel: Alle zwei Wochen am kalten Reifen messen. Auch bei Autos mit Reifendruckkontrollsystemen macht es Sinn: Sie können zulässige Toleranzen in der Anzeige haben.

Auch das fünfte Rad am Wagen hält nicht ewig– egal ob es als Ersatzrad, Notrad oder Pannenset dabei ist. Eine regelmäßige Kontrolle der Haltbarkeit, bei Ersatz- oder Noträdern zusätzlich des Luftdrucks, ist daher wichtig. Werkzeug für einen Radwechsel nicht vergessen: Wagenheber und Schraubenschlüssel oder Radkreuz.

Wichtig ist auch die Profiltiefe zu messen. Mindestens 1,6 Millimeter schreibt der Gesetzgeber in Deutschland vor. Ist sie unterschritten, drohen 60 Euro Bußgeld plus ein Punkt in Flensburg. Experten empfehlen vier Millimeter Mindestprofiltiefe im Winter. Aus gutem Grund: Bei 1,6 Millimetern lässt die Haftung auf Schnee und Eis deutlich nach und Bremswege verlängern sich. ⇥djd